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Freital errichtet Stadt der Lichter

Ein Unternehmen sorgt für eine besondere Illusion und erhält dafür ein hohes Preisgeld. Das hat etwas mit Corona zu tun.

Seit Monaten wird bei Oskarshausen für die Licht-Schau geprobt.
Seit Monaten wird bei Oskarshausen für die Licht-Schau geprobt. © PR/Oskarshausen

Das geht schon seit dem Sommer so. In Freital schießt plötzlich aus der Dunkelheit ein Lichtstrahl. Mal trifft er einen Baum, mal ein anderes Objekt. Licht an. Licht aus. Mal rot, mal blau, mal Streifen, mal Punkte.

Die Anwohner rund um Oskarshausen an der Burgker Straße bekommen nun endlich Aufklärung. Die Freizeiteinrichtung hat getestet, was im Außengelände an Lichtinstallationen möglich ist. Lichterhausen heißt die Ausstellung, die ab 7. November Besuchern zeigen soll, wie faszinierend Lichteffekte sein können.

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"Das wird ein Lichtspektakel für Jung und Alt", sagt Theresa Tamme vom Oskarshausen-Marketing. Der Ticketverkauf sei online bereits angelaufen. "Es freut uns sehr, wie groß unser Einzugsgebiet bereits geworden ist", sagt Tamme. Das geht weit über die Region Dresden und sogar Sachsen hinaus. Auch aus anderen Bundesländern gibt es bereits Bestellungen.

In der Ausstellung sollen Besucher auch selbst aktiv werden können.
In der Ausstellung sollen Besucher auch selbst aktiv werden können. © PR/Oskarshausen

Debatte um Beherbergungsverbot sofort spürbar

Die Idee, im wahrsten Sinne des Wortes ein Winter-Highlight zu schaffen, hatten die Betreiber des Entdeckerlands Oskarshausen in Freital schon länger. Corona habe die Entwicklung dann aber noch mal beschleunigt. Für den weiträumigen Innenbereich hatte das Unternehmen schnell die nötigen Hygiene-Konzepte erstellt und konnte nach dem Lockdown wieder öffnen. "Das war ein großes Auf und Ab dieses Jahr. Wir können insgesamt mit den Besucherzahlen aber zufrieden sein", sagt Geschäftsführer Christian Wehlan.

Die Lage sei jedoch sehr dynamisch. "Das verunsichert die Gäste", sagt Wehlan. Die jüngsten Diskussionen um ein Beherbergungsverbot habe man sofort im Buchungsverhalten bemerkt. Auch wenn die Einrichtung überhaupt erst voriges Jahr eröffnet wurde, kommen schon sehr viele Touristen. Dass man in Freital schöne Erlebnisse haben kann, hat sich offenbar rumgesprochen. Sachsen hat inzwischen beschlossen, sich nicht am Beherbergungsverbot zu beteiligen.

Die Öffnung des Innenbereichs von Oskarshausen stand übrigens nie infrage. Dennoch wurde parallel an einem Konzept für den mehr als 12.000 Quadratmeter großen Außenbereich im Winter getüftelt. Um das noch besser realisieren zu können, hat sich das Unternehmen am Wettbewerb "Denkzeit Event" beteiligt und war erfolgreich.

Ein Bild aus den Anfängen der Lichttests. Im November soll es noch viel spektakulärer werden.
Ein Bild aus den Anfängen der Lichttests. Im November soll es noch viel spektakulärer werden. © Foto: PR/Oskarshausen

Unterstützung der Eventbrache in der Coronazeit

Das Unternehmen hat das satte Preisgeld von 30.000 Euro gewonnen. Damit könne man jetzt noch spektakulärere Stationen der Licht-Ausstellung umsetzen. "Dabei arbeiten wir auch mit Lichttechnikern aus der Region zusammen, die es gerade sehr schwer haben", sagt Wehlan. Dazu zählt beispielsweise das Freitaler Unternehmen Stageport.

Mit dem Wettbewerb soll die Veranstaltungs-Branche unterstützt werden, heißt es aus dem sächsischen Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. "Es soll auch gezeigt werden, dass trotz Abstand und Hygieneregeln mit guten Ideen ein buntes Veranstaltungsprogramm möglich ist", erklärt Ministerin Barbara Klepsch (CDU). 192 Bewerbungen hat es gegeben. 157 davon erhielten ein Preisgeld zwischen 1.000 und 50.000 Euro. Vier Preise gingen an Initiativen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Veranstalter müssen sich derzeit Hygiene-Konzepte von den Gesundheitsämtern genehmigen lassen. Die erlaubten Zuschauerzahlen sind im Vergleich zu Zeiten vor Corona stark reduziert.

Für Lichterhausen werden online begrenzte Ticket-Kontingente für eine konkrete halbstündige Einlasszeit verkauft. Der Rundgang ist aber nicht zeitlich eingeschränkt, heißt es. Der Eintritt für Erwachsene kostet 9,90 Euro und es gibt Ermäßigungen.

Weißeritztalbahn mit ganz langem Weihnachtsmarkt

Auch der Tourismusverband Erzgebirge hat bei dem Wettbewerb ein Preisgeld von 30.000 Euro gewonnen. Das soll für das Event Bimmelbahn & Lichterglanz eingesetzt werden. Gern wird dabei vom längsten Weihnachtsmarkt der Welt gesprochen.

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Das Kunstministerium lobte Corona-Wettbewerb aus. Vier Gewinner aus dem Landkreis erhalten zusammen 66.000 Euro und sorgen für besondere Erlebnisse.

Am ersten Adventswochenende Ende November soll das Event wieder stattfinden. Vor allem sind es viele Ehrenamtliche, die entlang der Bahnstationen der „Bimmel“ von Freital-Hainsberg bis Kipsdorf kleine Märkte mit vielen verschiedenen Angeboten organisieren. Das soll mit dem Preisgeld unterstützt werden. „Das Erlebnisangebot Bimmelbahn und Lichterglanz setzt erzgebirgische Traditionen mit dem Pyramidenanschub und regionaltypischen Weihnachtsmärkten hervorragend in Szene“, sagt Anke Eichler, Projektmanagerin des Tourismusverbandes Erzgebirge. Die dienstälteste Schmalspurbahn - die Weißeritztalbahn - bringt die Gäste dann von einem Weihnachtsmarkt zum nächsten.

Preisträger aus dem Landkreis

Oskarshausen Freital für das Event Lichterhausen - Das funkelnde Winterhighlight, geplant ab 7. November bis 31. Januar, Preisgeld: 30.000 Euro;

Tourismusverband Erzgebirge für das Event Bimmelbahn & Lichterglanz - der befahrbare Weihnachtsmarkt entlang der Weißeritztalbahn am letzten November-Wochenende; 30.000 Euro;

Instrumenta Musica GbR für die Konzertreihe TEXTUREN: Musik - Kunst - Leinen. Vier Konzerte und Kunst-Installationen in der ehemaligen Grauen Kaserne in Pirna im kommenden Jahr; Preisgeld 5.000 Euro;

Selbstständiger Musiker Peter Lippert für Straßenkonzerte in Pirna, laufen ab sofort; Preisgeld 1.000 Euro.

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