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Freitaler Familienzentrum kann saniert werden

Der Kreistag macht eine Viertelmillion Euro locker für die Arbeiten. Eine Fraktion aber läuft Sturm dagegen.

© Oberthür

Pirna/Freital. Prädikat stark sanierungsbedürftig – das gilt für das Familienzentrum Regenbogen an der Poststraße 13 in Freital seit Jahren. Ab 2018 können aber nun die Elektroleitungen ausgetauscht, das Dach neu gedeckt und die Räume ausgebaut werden. Nachdem Freitals Stadtrat bereits für das Vorhaben Geld freigegeben hatte, schloss sich am Montag der Kreistag in Pirna an und bewilligte einen Zuschuss von maximal 216 000 Euro. Diese Summe wird zur Verfügung gestellt, indem das Landratsamt für längstens 30 Jahre dem Betreiberverein den jährlichen Pachtzins erlässt. Insgesamt werden den Plänen nach 1,3 Millionen Euro in die Landkreis-Immobilie investiert. Davon profitiert die Familien- und Jugendarbeit.

So weit, so unterstützungswürdig von allen Fraktionen im Kreistag – bis auf die AfD. Fraktionsmitglied André Barth etwa verwies auf die schlechte Finanzlage des Landkreises, während Vize-Fraktionschef Ivo Teichmann gegen die Familienpolitik von CDU und SPD wetterte. Und sowieso sei „für die eigenen Leute kein Geld da“. Eine Spitze gegen das Familienzentrum, das sich auch um Migranten kümmert? Nach der Sitzung relativierte Teichmann seine Aussage AfD-mustergültig: Ihm sei völlig egal, ob Flüchtlinge oder einheimische Kinder betreut werden. Der Kreistag jedenfalls stimmte für den Zuschuss. „Gut angelegtes Geld“, so Vize-Landrat Heiko Weigel (CDU). (SZ)

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