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Freitals Plan gegen Holperpisten

Mit der Sanierung der Rabenauer Straße startet in diesem Jahr ein großes Straßenbauprojekt. Es ist nicht das einzige.

© Andreas Weihs

Von Tobias Winzer

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Freital. Schlaglöcher, ausgefahrene Straßenränder, tiefe Spurrinnen im Asphaltbelag – diese Schäden sollen zumindest auf einigen Freitaler Straßen bald der Vergangenheit angehören. Die Stadt plant dieses Jahr mehrere, jeweils millionenschwere Straßenbauprojekte. Die Sächsische Zeitung zeigt, welche und auf welche Behinderungen sich die Autofahrer einstellen müssen.

Bauvorhaben in Freital

Projekt 1: Rabenauer Straße wird für drei Jahre zur Baustelle

Es ist die letzte noch unsanierte Staatsstraße auf Freitaler Stadtgebiet: die Rabenauer Straße. Ab diesem Jahr soll der Abschnitt von dem Abzweig Hainsberger Straße bis Ortsausgang endlich saniert werden. Der untere Teil der Straße bis zur Kreuzung Dresdner Straße ist bereits vor Jahren auf Vordermann gebracht worden. Für den Bau werden derzeit Fördermittel beim Freistaat beantragt. Die Stadtverwaltung rechnet mit einem Baubeginn im August oder September und Gesamtkosten in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro.

Gebaut werden soll in mehreren kleinen Abschnitten von unten nach oben – also vom Abzweig Hainsberger Straße bis zum Ortsausgang. Dabei werden jeweils die alten Rohre und Leitungen unter der Straße sowie der Unterbau der Straße und der Straßenbelag ausgetauscht. Dafür muss die Straße in bestimmten Abschnitten halbseitig gesperrt werden. Eine Baustellenampel leitet den Verkehr vorbei. Kniffelig wird es im Abschnitt von der Rollmopsschänke bis zum Ortsausgang. Dort ist die Straße so eng, dass nur mit Vollsperrung gebaut werden kann. Das wird aber voraussichtlich erst 2020 kurz vor der Fertigstellung des Projektes der Fall sein. Insgesamt sollen sich die Bauarbeiten an der Rabenauer über drei Jahre hinziehen.

Projekt 2: Schachtstraße wird zur Turbo-Baustelle

Ebenfalls in diesem Jahr sollen auch die Bauarbeiten auf der Schachtstraße beginnen. Der Abschnitt zwischen Dresdner Straße und Toom-Baumarkt ist noch unsaniert und soll auf Vordermann gebracht werden. Der Straßenbelag ist an einigen Stellen sehr uneben. Auch für dieses Vorhaben beantragt die Stadt Fördermittel beim Freistaat. Gerechnet wird mit einem Baustart im August.

Die Arbeiten auf dem rund 150 Meter langen Abschnitt sollen relativ schnell erledigt sein. Das Rathaus rechnet mit einer Bauzeit von zehn bis zwölf Wochen. Das klappt allerdings nur, weil die Straße während der Sanierung voll gesperrt wird. Wichtigeste Neuerung nach dem Ende der Arbeiten: Entlang der Schachtstraße wird ein Streifen zum Parken eingerichtet.

Teil des Projektes ist auch, dass eine Straße, die von der Schachtstraße zum Technologiezentrum abzweigt, ausgebaut und zur Anliegerstraße wird. Die Straße wurde während der Errichtung des Technologiezentrums als Baustraße genutzt und soll künftig als kurze Verbindung zwischen Technologiezentrum und Technologiepark auf der anderen Seite der Schachtstraße dienen. Diese Arbeiten sind für nächstes Jahr geplant. Mitte 2019 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Die Kosten für das Projekt sind mit insgesamt 1,2 Millionen Euro kalkuliert.

Projekt 3: Pesterwitzer Straße wird ab August saniert

Rund eine Million Euro plant die Stadt für die Sanierung der Pesterwitzer Straße ein. Auch für dieses Großvorhaben werden derzeit Fördermittel beim Freistaat beantragt. Läuft alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten im Sommer dieses Jahres beginnen und etwa ein Jahr dauern. Vorgesehen ist, die Pesterwitzer Straße zwischen Zöllmener Straße und Kesselsdorfer Straße grundhaft auszubauen. Die Stadt möchte einen durchgängigen Fußweg rechts in Fahrtrichtung Kesselsdorfer Straße errichten. Auf der anderen Seite entsteht ein schmalerer und nicht durchgängiger Bürgersteig, weil nicht genügend Platz vorhanden ist. Dazu kommen zwei sogenannte Querungshilfen, also Fußgängerinseln. Eine soll am Alfred-Damm-Heim entstehen, die andere am Pflegeheim.

Gebaut wird in drei Teilabschnitten mit Vollsperrung. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sollen die Anwohner mit Zetteln informiert werden, wie sie jeweils zu ihren Grundstücken kommen. Kurzfristige Absprachen mit den beteiligten Baufirmen seien möglich, so das Rathaus.

Projekt 4: Feldweg zwischen Somsdorf und Höckendorf wird asphaltiert

Geplant ist in diesem Jahr auch der Ausbau der Butterstraße in Somsdorf zu einem asphaltierten Radweg. Bislang ist die Butterstraße ein größtenteils unbefestigter Feldweg. Vorgesehen ist ein drei Meter breites und gut einen halben Meter dickes Asphaltband, da die Butterstraße auch vom Landwirtschaftsverkehr genutzt wird und demzufolge schwere Last tragen muss. Rechts und links davon soll der Weg von Bankettstreifen begrenzt werden. Zudem werden Ausweichstellen angelegt. Die Bäume, überwiegend Obstgehölze, sollen größtenteils stehenbleiben. Freital hat das Vorhaben federführend übernommen und will dafür eine Förderung beim Programm für die ländliche Entwicklung Leader beantragen. Kommen die Zuschüsse wie geplant, sollen die Bauarbeiten im August oder September beginnen und noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. An dem Vorhaben sind neben Freital auch die Stadt Rabenau und die Gemeinde Klingenberg beteiligt. Während auch Rabenau seinen Teil des Weges saniert, bleibt der Klingenberger Abschnitt zunächst noch unangetastet. Die Sanierung solle dort zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, heißt es aus Freital.

Die Butterstraße ist als Fahrradroute II-19 in der sächsischen Radverkehrskonzeption verankert. Die Strecke beginnt in Coßmannsdorf, führt steil bergauf nach Somsdorf und weiter entlang der Butterstraße Richtung Dippoldiswalde und Altenberg. Anschließend könnte die Route nach Tschechien fortgesetzt werden. Teilweise liegt die Strecke dabei auf unbefestigten Wegen wie jener über die Somsdorfer, Lübauer und Höckendorfer Äcker.

Zuletzt war von Gesamtkosten von 670000 Euro die Rede.

Projekt 5: Holprige Anwohnerstraße wird erneuert

Den Zechelsweg werden wohl nur wenige Freitaler kennen. Die kleine Anwohnerstraße zweigt von der Straße Am Pfaffengrund in Deuben ab. Weil die Straße in derart schlechtem Zustand ist, müssen Untergrund und Belag dringend erneuert werden. Für das Projekt beantragt die Stadt Fördermittel beim Freistaat.

Kommen diese planmäßig, sollen die Bauarbeiten am Zechelsweg im August beginnen. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Stadt rechnet mit Gesamtkosten von 445000 Euro.

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