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Freizeitvergnügen für Generationen

Groß und Klein sind immer willkommen im Copitzer Mehrgenerationenhaus. Diesen Freitag gibt es etwas zu feiern.

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© Kristin Richter

Von Lara-Sophie Pohling

Pirna. Ein bisschen Farbe, Pinsel, Schürze und Papier – mehr brauchen die Kinder vom Schülerkreativtreff nicht. Wie Emma und Ben, die im Schatten der Bäume ihrer Fantasie freien Lauf lassen und drauflos malen. Jeden Mittwoch treffen sich die Kinder, um gemeinsam kreativ zu werden. Aber ebenso kommen verschiedene andere Gruppen zusammen, beim kollektiven Basteln, Töpfern, beim Seniorentreff und der Krabbelgruppe wird die Zeit im Mehrgenerationenhaus in Pirna-Copitz genossen.

„Wir haben Bildungs- und Freizeitangebote für alle Generationen“, erklärt Geschäftsleiterin Sabine Born vom Verein Famil. Am Freitag, 2. September, feiert der Verein sein 25-jähriges Jubiläum. Dafür wird ein Jubiläumsfest veranstaltet, bei dem ganz nach dem Motto des Vereins, Groß und Klein willkommen sind. Ab 12 Uhr geht es los – mit Trödelmarkt, Chor, klassischer Musik, Kinderschminken und Bastelangeboten. Um 15 Uhr tritt der Wandertheater-Circus Pimpinella auf. Die Idee, ein Angebot für Familien in Pirna zu schaffen, entstand im April 1990. Damals initiierten Uta Werner und Birgit Hering ein Mütterzentrum.

Im Jahr darauf wurde der Verein Familieninitiative Pirna gegründet. Er kam im damaligen Schülerklubhaus, der heutigen Musikschule, unter. Die Aktiven renovierten und gestalteten die Räume, Birgit Hering war besonders an der Erarbeitung des Mütterzentrums-Konzepts beteiligt und etablierte auch Angebote wie Flechten, Töpfern und Färben. Mit der Anerkennung als Freier Träger der Jugendhilfe vereinfachte sich die Beantragung von Fördermitteln, sodass bald ein vielfältigeres Programm angeboten werden konnte.

1997 musste der Verein aus dem Schülerklubhaus an der Gottleuba ausziehen und bekam von der Stadt Räume in der ehemaligen Kindertagesstätte an der Schillerstraße in Copitz. Es wurde viel Engagement in die neue Unterkunft gesteckt, und die Bandbreite an Aktionen nahm zu. In den Jahren kam ein großer Seminarraum dazu, eine Töpfer- und Holzwerkstatt wurde eingeweiht und ein Wollraum eingerichtet.

Es gründete sich ein Frauentheater, und das Projekt „Kinderzirkuslager“ wurde ins Leben gerufen. Ein Senioren-Café und einen Handarbeitszirkel übernahm der Verein, ebenso die Stadtteilbibliothek. Im Jahr 2007 wurde der Verein in Famil e.V. umbenannt, das Haus an der Schillerstraße wurde zum echten Mehrgenerationenhaus.