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Arbeit und Bildung

Fremdsprache lernen? 

Am besten mit einer Sprachreise

© Pixabay – veerasantinithi

Mit großen Schritten geht es dem neuen Jahr und damit einer neuen Ausgabe des ewigen Kreislaufs der guten Vorsätze entgegen. Weit oben auf der Liste steht bei den meisten das Erlernen einer Fremdsprache. Doch wie mit so vielen guten Absichten steht man am Ende des abgelaufenen Jahres mit zwei Sprachapps auf dem Handy um Englisch zu lernen, einem Besuch der ersten Unterrichtsstunde eines viel zu späten Abendkurses nach der Arbeit und dem gleichen Sprachlevel wie am Anfang da. 2020 lässt sich das ändern – und nichts eignet sich dazu so gut, wie das Lernen für einige Wochen ins Ausland zu verlegen. 

Der Kulturaustausch bei einem Aufenthalt im Ausland

Wer effektiv eine Sprache lernen will, begibt sich auf eine Sprachreise ins Ausland, übt die Fremdsprache in einem Umfeld, das zuhause auch mit noch so vielen Apps oder Kursen nicht nachgestellt werden kann. Man ist dabei Tag und Nacht von der anderen Sprache umgeben. Egal, ob beim Bestellen im Café, auf der Stadtführung oder beim Fragen nach dem Weg, das im Unterricht Gelernte kann hier sofort umgesetzt werden. Egal, ob als kompletter Anfänger oder bereits fortgeschrittener Lerner, auf diese Art und Weise lassen sich persönliche Schwächen im Bereich Vokabeln, Grammatik oder Aussprache effektiv in Stärken umwandeln.

Das Sprachenlernen geht im Ausland einher mit einem einzigartigen Einblick in eine bislang unbekannte Kultur, der einem als bloßem Tourist oft verwehrt bleibt. Man nimmt an besonderen Feiertagen und Traditionen teil, erfährt im Alltag die Lebensweise hautnah und führt regelmäßige Gespräche mit Einheimischen. Wer wollte nicht schon immer mal die Feuerwerke am 4. Juli in den USA bestaunen, sich auf Malta die Zeit nehmen, um ausgiebig die versteckten Buchten der Insel zu erkunden, oder in Spanien auf einer Fiesta das leckere Essen genießen?

All diese unterschiedlichen Situationen werden nicht nur den eigenen Horizont erweitern, sondern auch dabei helfen, ein besseres Verständnis der Sprache zu bekommen und sie so sicher in jeder Lebenslage anzuwenden. Währenddessen kann man auch an Aktivitäten wie verschiedenen Sportarten, Wochenendtrips in andere Teile des Gastlandes oder Kursen über die Geschichte, Politik oder Kultur des Landes teilnehmen.

Auch die Atmosphäre ist entscheidend. Die lockere Stimmung in kleinen Lerngruppen und auf Ausflügen in solchen Aufenthalten sorgen dafür, dass auch der schüchternste Mensch auftaut und jegliche Hemmungen beim Sprechen der Fremdsprache ablegt. Mit den anderen Sprachschülern und einheimischen Bekanntschaften kann man zudem nach einer solchen Zeit in Kontakt bleiben und hat damit auch zurück im eigenen Alltag die Möglichkeit, die Fremdsprache öfter anzuwenden.

© Pixabay – Free-Photos

Dank Fremdsprachenkenntnissen persönliche und berufliche Ziele erreichen

Neben Fremdsprachenkenntnissen und der Interaktion mit anderen Kulturen stellt ein solcher Aufenthalt eine willkommene Herausforderung dar. Schließlich wird man für einige Wochen aus der gewohnten Umfeld heraus in eine völlig neue Welt entführt. Ob man nach dem Unterricht in Tokio durch das angesagte Viertel Shibuya schlendert oder in Australien die einzigartige Tierwelt entdeckt, sich in der fremden Umgebung in einer fremden Sprache zu akklimatisieren ist ein Erfolg, der neues Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten verleiht.

Nicht nur kann man sich nach dem Abschluss eines solchen Lernurlaubs fließend in anderen Teilen der Welt verständigen, man kehrt auch ein Stück verantwortungsbewusster, unabhängiger und selbstsicherer nach Hause zurück. Für viele ist ein Sprachkurs im Ausland der Türöffner zu neuen Karrierechancen, da bei Arbeitgebern diese sogenannten Schlüsselkompetenzen hoch im Kurs stehen. Mit einer zweiten Fremdsprache und damit auch mit dem Beweis für hohe Einsatzbereitschaft im Gepäck bringt man bei der nächsten Bewerbung, dem Gespräch über eine Gehaltserhöhung oder dem Wettbewerb um eine Beförderung in der jetzigen Firma schlagkräftige Argumente mit.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin T. Leitner.