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Politik

Fridays for Future umzingelt Bundestag

Mit einer Menschenkette appellieren die Umweltschützer: Die Klimakrise macht keine Ferien. 

Junge Menschen halten im Rahmen der Demonstration Fridays For Future einen roten Stoff als Symbol des ökologischen Notstandes vor dem Bundestag.
Junge Menschen halten im Rahmen der Demonstration Fridays For Future einen roten Stoff als Symbol des ökologischen Notstandes vor dem Bundestag. © Lisa Ducret/dpa

Berlin. Umweltschützer der Bewegung Fridays for Future haben in Berlin Teile des Reichstagsgebäudes umstellt. Mit einem roten Tuch in der Hand bildeten die Schüler am Nachmittag eine Menschenkette um das Parlament - an der östlichen und für die Öffentlichkeit gesperrten Seite wurden sie von Abgeordneten und Angestellten der Linkspartei unterstützt.

Mit der Aktion wollten die Umweltschützer anlässlich der letzten Plenarsitzung des Bundestages vor der Sommerpause ein Zeichen für mehr Klimaschutz setzen. "Die Politiker können nach der Politik der letzten Monate keine Ferien machen." Der Bundestag sei stark versetzungsgefährdet.

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An der Ostseite des Reichstags beteiligten sich unter anderem die Linke-Politiker Katja Kipping, Simone Barrientos und Sabine Leidig an der Aktion. Laut den Veranstaltern stießen die Politiker spontan und nicht abgesprochen dazu. Ein Sprecher appellierte: "Sich nur mit uns zu solidarisieren, reicht nicht aus. Der Protest von der Straße muss auch ins Parlament getragen werden." Die Demonstranten verstehen sich selbst überparteilich.

Zuvor waren die Demonstranten vom Invalidenpark durch Mitte zum Bundestag gezogen. Von 1500 Teilnehmern sprachen die Veranstalter. Laut Polizei blieb der Protest friedlich. In den ersten Reihen des Protestzugs trugen die Demonstranten rote Kleidung. Auf Transparenten war zu lesen: "Eigennutz vor Klimaschutz? Nicht mit uns", "Der beste Atemschutz ist immer noch der Klimaschutz" und "Hey CDU, du alter Klimazerstörer".

Seit Monaten demonstrieren weltweit Schüler freitags, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Die Bewegung geht auf eine Protestaktion der 16-jährigen schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg zurück. Die größte Demonstration in Deutschland fand vergangenen Freitag in Aachen statt. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich rund 40.000 Schüler an dem Protest.

Die Menschenkette war die zweite Demonstration von Fridays for Future in der Hauptstadt seit Beginn der Sommerferien. Ab dieser Woche ist den Angaben der Aktivisten zufolge jeden Freitag ab 14.00 Uhr eine Sommerschule am Naturkundemuseum. In Workshops und Vorträgen geht es um Klimaschutzpolitik und den Klimawandel. Partner der Sommerschule sei das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. (dpa)

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