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Friedewald wieder teilweise offen

Die Wettinische Forstverwaltung gibt ab dem Wochenende die meisten Hauptwege frei. Vorsicht ist dennoch geboten. Es gibt weiter wechselnde Sperrungen.

Von Sven Görner

Moritzburg. Fünf Wochen ist es her, dass Sturmtief Friederike über den Landkreis Meißen hinwegfegte. Mehr als 20 000 Festmeter Schadholz blieben zurück. Über die Hälfte davon allein im Friedewald. Die meisten Bäume haben die Böen entwurzelt, andere wurden von ihnen wie Streichhölzer geknickt. Fast kein Weg im Wald blieb verschont. Auch Tage später stürzten immer wieder große Bäume um, die der Sturm gelockert hatte.

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Anders als die Landeshauptstadt Dresden wollte das Landratsamt nach dem Sturm keine Allgemeinverfügung erlassen, die das Betreten der Wälder verboten hätte. Dafür handelte als Erster Daniel von Sachsen. Der Betriebsleiter der Wettinischen Forstverwaltung hatte am 24. Januar an den Zugängen zu den insgesamt fast 1 000 Hektar von ihm bewirtschafteten Waldgebieten Schilder anbringen lassen und damit sowohl die Wege als auch den Wald gesperrt. Ein paar Tage später wurden zusätzlich noch rot-weiße Bänder über die Wege gespannt. „Die Gefahren sind einfach zu groß und ich denke, Waldbesucher können sie oft nicht richtig abschätzen“, hatte der Moritzburger den Schritt begründet. Das Waldgesetz des Freistaates Sachsen räumt Waldbesitzern die Möglichkeit ein, Sperrungen für einen Zeitraum von bis zu acht Wochen selbst vorzunehmen.

Seitdem hat Daniel von Sachsen alle ihm zur Verfügung stehenden Leute und Maschinen eingesetzt. „Die Hauptwege sind nun wieder freigeschnitten. Und auch die Wege, die wir für den Einsatz der Forsttechnik brauchen“, sagt er am Freitag zur SZ. „Ab Sonnabend heben wir unsere allgemeine Waldsperrung wieder auf. Die Schilder und Flatterbänder werden noch am heutigen Freitag abgenommen.“

Damit sind jetzt vor allem im Wettinerwald im Spitzgrund wieder Waldspaziergänge möglich „und auch der Hand kann dort wieder Gassi gehen“. Der Forstmann weist aber auch darauf hin, dass das Betreten des Waldes auf eigene Gefahr geschieht. „Wir haben dort aufgrund der Sturmschäden nach wie vor auch eine erhöhte Gefahrenlage.“

Denn das Aufarbeiten des Holzes werde wie im benachbarten Staatswald noch Monate dauern. „Darum wird es auch immer wieder örtliche Sperrungen geben. Nämlich dort, wo die Maschinen arbeiten und dadurch auch Gefahren entstehen.“ Einschränkungen wird es für die Waldbesucher in den kommenden Monaten auch durch die Holzabfuhr und sich Reparaturen an den Wegen geben. Die kleineren Waldwege und auch die Reitwege können dann je nach Fortschritt der Arbeiten in den Beständen wieder genutzt werden.