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Zittau

Friedliche Revolution in der Sparkasse

In der Zittauer Filiale gibt es ab diesem Donnerstag Bilder aus turbulenten Zeiten zu sehen. Die Volkshochschule knüpft damit an einen Erfolg an.

Die Macht der Bilder: Fotografien aus der Zeit der Friedlichen Revolution in Osteuropa sind in der Sparkasse Zittau zu sehen.
Die Macht der Bilder: Fotografien aus der Zeit der Friedlichen Revolution in Osteuropa sind in der Sparkasse Zittau zu sehen. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Der Mann auf dem Motorrad reckt den Arm mit der Fahne in die Luft: So sah sie aus, die Friedliche Revolution in Rumänien vor 30 Jahren. Mirko Krizaniovic hat aber auch genau diesen Umbruch in Kroatien, im heutigen Tschechien und der damaligen DDR fotografiert. Er hat Trabis, Demos mit Kerzen und den morbiden Charme der Städte eingefangen, der so typisch für diese Zeit in Osteuropa war. Eine Ausstellung mit Bildern des damals für die Frankfurter Allgemeine Zeitung arbeitenden Fotografen präsentiert die Volkshochschule Dreiländereck nun ab diesem Donnerstag, 15 Uhr, in der Zittauer Sparkassenfiliale.

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So protestierten Einwohner im rumänischen Arad vor 30 Jahren.
So protestierten Einwohner im rumänischen Arad vor 30 Jahren. © F.A.Z.-Foto / Mirko Krizanovic

VHS-Chef Matthias Weber hofft, damit an einen anderen Erfolg anzuknüpfen, der im vergangenen Jahr viele Neugierige ins Zittauer Salzhaus gelockt hat: "Voll der Osten" hieß die Schau, die bis zum November zu sehen war. "Ich habe von vielen Besuchern gehört, dass sie sich beim Betrachten der Bilder gefühlt hätten, als wäre es gestern gewesen", sagt Weber. Ihm persönlich sei beim Anblick der Fotos hingegen noch einmal klar geworden, dass bei den östlichen Nachbarn nicht alles so friedlich ausgegangen ist wie in Deutschland.

Dass die Volkshochschule diese Ausstellung der Landeszentrale für politische Bildung im 30. Jahr der Wende zeigen kann, verdankt sie einer finanziellen Extra-Gabe: Finanziert wird die Schau über einen Sonderzuschuss des Freistaates für politische Bildung. Auch die vorangegangene Ausstellung war dadurch möglich - und eine weitere, die ab April wieder im Salzhaus zu sehen sein soll: Dann werden nochmals Fotografien von Stefan Wolle unter dem Titel "Umbruch Ost" präsentiert. "Wir haben gemerkt, dass dieses Thema die Leute beschäftigt - viele sind extra deshalb zu uns gekommen", sagt Matthias Weber.

  • Die Ausstellung wird am Donnerstag, dem 9. Januar um 15 Uhr eröffnet.

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