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"Ihr 2 seid unschlagbar!" - Reaktionen im Internet

Fünf WM-Titel hintereinander - das hat vor Friedrich kein deutscher Bobpilot geschafft. Entsprechend euphorisch sind die Glückwünsche.

Dass auf der WM-Trophäe die Namen der Weltmeister angebracht sind, hat Tradition. Dass auf den Schildern Francesco Friedrich und Thorsten Margis steht, jetzt auch. © SZ/Tino Meyer

Der erste Kommentar kommt, wenn man so will, vom neuen Chef. Als Geschäftsführer und Leistungssportkoordinator des sächsischen Bobverbandes kann Matthias Benesch schließlich den WM-Triumph von Francesco Friedrich ein Stück weit auch als Erfolg der Sachsen verbuchen.  Und der zweite Platz von Stephanie Schneider sowie Platz drei durch Nico Walther, der wie Friedrich für den BSC Sachsen Oberbärenburg fahren, macht das erste WM-Wochenende von Whistler geradezu perfekt. 

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"Wahnsinn!!!!", schreibt Benesch, Noch-Verantwortlicher der Altenberger Bobbahn, auf den Eintrag des Bobteams Friedrich bei Facebook. Und er ordnet die Leistung des Piloten und seines Anschiebers Thorsten Margis ein: "Klasse, toll, einzigartig."

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Friedrichs nächste Krönungsfahrt

Der Doppel-Olympiasieger aus Pirna hat jetzt also fünfmal hintereinander die Zweierbob-WM gewonnen. Das Größte aber, meint er, kommt noch.

Das ist der allgemeine Tenor im Netz, nur die Wortwahl unterscheidet sich. Überragend, herausragend, super... Friedrichs Frau Magdalena bringt es auf den Punkt: "Ihr 2 seid unschlagbar!" Tatsächlich: Immer, wenn der Pirnaer bei einer WM mit seinem Zweierbob am Start war, hat er auch gewonnen - 2013 zunächst mit Anschieber Jannis Bäcker, der 2014 auch sein Trauzeuge ist, und ab 2015 dann eben mit Margis.

"Puuh", kommentiert wiederum Cathleen Martini, selbst frühere Weltklasse-Pilotin und speziell in Friedrichs Anfangszeit nicht ganz unwesentlich an dessen Entwicklung beteiligt. Und sie meint: "Sprachlos Jungs! Genießt es und nehmt den Schwung mit in die 4er Woche...dicke Umarmung." Was es bedeutet, in Whistler derart zu dominieren, weiß Martini nur zu gut. Bei Olympia 2010 lag sie auf der schwierigen, weil schnellen Bahn auf Medaillenkurs, ehe sie im letzten Lauf stürzte.

Über 60 Mal wird der Beitrag des Bobteams in dem sozialen Netzwerk geteilt, zudem gibt es mehr als 750 Likes allein bis Sonntagabend - aber in der Szene durchaus auch andere, relativierende Meinungen. Selten war es so einfach, bei Weltmeisterschaften zu gewinnen, heißt es da. Denn es fehle speziell an internationaler Konkurrenz. Die Weltspitze in Zeiten eines Wolfgang Hoppe oder auch Christoph Langen und André Lange, um drei deutsche Spitzenpiloten der vergangenen Jahre zu nennen, sei damals breiter gewesen - unter anderem mit konkurrenzfähigen Schlitten auch aus der Schweiz und Russland.

Team Friedrich nimmt das zur Kenntnis - und orientiert sich dabei passenderweise am bekannten Spruch, wonach Reden bestenfalls Silber ist.