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Bobpilot Friedrich fährt wieder allen davon

Dritter Sieg in Folge für den Dominator. Sein Oberbärenburger Vereinskollege Oelsner setzt mit Platz 3 ein Zeichen im Kampf ums WM-Ticket für Altenberg.

Die Dauersieger, auch in diesem Winter: Francesco Friedrich (rechts) und sein Anschieber Thorsten Margis.
Die Dauersieger, auch in diesem Winter: Francesco Friedrich (rechts) und sein Anschieber Thorsten Margis. © dpa

Der Doppel-Olympiasieger und -Weltmeister Francesco Friedrich fährt mittlerweile fast in einer eigenen Liga. Selbst auf der kurzen Bahn in Innsbruck-Igls gewann der 29-jährige Pirnaer am Samstag mit Anschieber Thorsten Margis souverän mit 0,74 Sekunden Vorsprung. Zweiter wurden überraschend die Briten Brad Hall/Greg Cackett. 

Friedrichs Vereinskollege Richard Oelsner vom BSC Sachsen Oberbärenburg kam - in seinem zweiten Weltcup-Rennen - mit Tobias Schneider auf Rang drei und unterstrich mit dem ersten Weltcup-Podiumsplatz seiner Karriere seine Ambitionen im Kampf um das Zweierbob-Ticket für die Heim-WM ab 20. Februar in Altenberg. Er musste sich Hall nur um eine Hundertstelsekunde geschlagen geben.

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Wo oben ist auf dem Podest, ist Oberbärenburg: die Erstplatzierten Thorsten Margis und Francesco Friedrich freuen sich mit den Dritten Richard Oelsner und Tobias Schneider. Die Piloten (in der Mitte) starten beide für den kleinen Verein im Erzgebirge.
Wo oben ist auf dem Podest, ist Oberbärenburg: die Erstplatzierten Thorsten Margis und Francesco Friedrich freuen sich mit den Dritten Richard Oelsner und Tobias Schneider. Die Piloten (in der Mitte) starten beide für den kleinen Verein im Erzgebirge. © dpa

Eine Klasse für sich war jedoch einmal mehr Friedrich, der schon nach dem ersten Lauf einen großen Vorsprung hatte - und dennoch damit nicht zufrieden war. "Im zweiten Lauf haben wir mal gezeigt, was wir können. Es war hier der sechste Sieg in Folge mit Thorsten, egal ob Weltcup oder WM. Innsbruck ist fast wie eine Hausbahn für uns", sagte Friedrich, der seinen dritten Saisonsieg hintereinander einfuhr. 

Der Rekordweltmeister im kleinen Schlitten peilt bei der WM auf seiner Heimbahn den sechsten WM-Titel im Zweierbob an - das schaffte zuvor kein anderer Pilot. Oelsner haderte mit "Ausfahrt zehn, da habe ich die Hundertstel liegengelassen." Nico Walther, der kurzfristig Anschieber Malte Schwenzfeier für Paul Krenz tauschte und das Trio vom BSC Sachsen Oberbärenburg komplettierte, kam auf Platz vier. Eine abermals starke Bilanz des kleinen Vereins aus dem Osterzgebirge im Duell mit dem Rest der Welt.

Olympiasiegerin Jamanka meldet sich zurück

Im fünften Rennen hat Olympiasiegerin und Weltmeisterin Mariama Jamanka ihren ersten Weltcupsieg eingefahren. Mit Anschieberin Annika Drazek gewann sie dank Startbestzeiten und guten Fahrten mit 0,19 Sekunden Vorsprung vor den Winterbergerinnen Laura Nolte und Erline Nolte. "Klar bin ich erleichtert, ich hatte mir in dieser Saison etwas mehr erhofft und bisher lief es ja nicht so gut", sagte Jamanka.

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Dritte wurde die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada, die nach Streitereien mit dem Verband nun für die USA startet. Die WM-Zweite Stephanie Schneider, ebenfalls für den BSC Sachsen Oberbärenburg unterwegs, landete mit Ann-Christin Strack auf Platz fünf. (dpa)

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