merken

Döbeln

Frischekur für Spielplatz in Polkenberg geplant

Nach und nach verschwinden die Spielgeräte in dem Wohngebiet, klagt ein Anwohner. Die Kommune hat allerdings schon einen Plan B.

Immer mehr Spielgeräte verschwinden von diesem kleinen Spielplatz in Polkenberg – aus Sicherheitsgründen.
Immer mehr Spielgeräte verschwinden von diesem kleinen Spielplatz in Polkenberg – aus Sicherheitsgründen. © Dietmar Thomas

Leisnig/Polkenberg. In dem kleinen Ortsteil Polkenberg gibt es zwei Spielplätze. Einer auf dem Gelände der Kindertagesstätte „Haus der kleinen Füße“. Dieser ist selbstredend den Mädchen und Jungen vorbehalten, die die Einrichtung besuchen. Genau deshalb haben Eltern vor knapp 20 Jahren die Initiative ergriffen und den Bau eines weiteren Spielplatzes unterhalb der Mehrfamilienhäuser gleich vor der Kita angeregt und teilweise selbst mitfinanziert.

Daran erinnerte Anwohner Jürgen Kolitsch. Allerdings erzählte er den Mitgliedern des Technischen Ausschusses auch, dass die Zahl der Spielgeräte immer mehr abnimmt. „Es wird nur noch abgebaut, nichts kommt hinzu“, schilderte er. Von den Räten wollte er wissen, wie es mit diesem öffentlichen Spielplatz in Polkenberg weitergehen soll. Bauamtsleiter Thomas Schröder erklärte daraufhin, dass es auf diesem Gelände – wie auf jedem anderen Spielplatz, für den die Kommune verantwortlich ist – regelmäßig Sichtprüfungen der Spielgeräte gibt. „Von den Geräten, von denen eine Gefahr ausgeht, trennen wir uns, die werden abgebaut“, sagte er. Das bedeute allerdings nicht das Ende dieses Spielplatzes.

Sächsische.de zum Hören!

Zu Hause, unterwegs, in der Pause – Sächsische.de kann man nicht nur lesen, sondern auch immer und überall hören. Hier befinden sich unsere Podcasts.

Die Kommune sei mit dem Eigentümer im Gespräch. Sie beabsichtige, die Fläche zu kaufen. Gehöre ihr das Wiesengrundstück, könne man über das Programm Leader einen Förderantrag stellen und in einen neuen Spielplatz investieren.

Wie lange sich das hinstreckt, vermochte der Bauamtsleiter nicht zu sagen. „Vielleicht haben wir dann keine Kinder mehr hier im Ort“, so Kolitsch. Das hoffen die Räte nicht. Immerhin erzählte die Leiterin der benachbarten Kita, dass die Einrichtung nahezu aus den Nähen platzt und es eine Nachfrage gibt – sowohl von Zuzüglern als auch von Pendlern.

Im Moment gibt es im „Haus der kleinen Füße“ Platz für zehn Krippen- und 20 Kindergartenkinder. Sechs Plätz für die bis zu Dreijährige sollen möglichst in diesem Jahr noch dazukommen.