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Frischer Asphalt für Holperpisten

Großröhrsdorf hat eine lange Liste mit schlechten Straße. Die wird langsam angearbeitet. In Pulsnitz ebenso.

© René Plaul

Von Reiner Hanke

Großröhrsdorf/Pulsnitz. Rumpelstraßen sind immer wieder ein Ärgernis. Gerade nach dem Winter brechen alte Schlaglöcher wieder auf und neue Risse kommen hinzu. Um die Schäden zu beseitigen, gab es vom Freistaat schon in der Vergangenheit zusätzliche Fördermittel. Die laufen mittlerweile unter dem Titel Instandsetzungspauschale. Der Verwendungszweck ist auch nicht mehr ganz so eng gefasst.

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Pulsnitz will sich voraussichtlich den Polzenberg vornehmen.
Pulsnitz will sich voraussichtlich den Polzenberg vornehmen. © Reiner Hanke
Großrohrsdorf will auch zusätzliches Fördergeld unter anderem in der Bachstraße am Lidl verbauen.
Großrohrsdorf will auch zusätzliches Fördergeld unter anderem in der Bachstraße am Lidl verbauen. © Reiner Hanke

Rund 107 000 Euro stehen der Stadt Großröhrsdorf inklusive Eigenanteil mit dem eingemeindeten Bretnig-Hauswalde zur Verfügung, davon 64 000 Euro für Großröhrsdorf allein. Wo das Geld investiert werden soll, steht nun fest. Bei der Entscheidung spielte insbesondere auch die Lichtenberger Straße eine Rolle. Die will der Kreis in diesem Jahr auf der holprigen Strecke ungefähr zwischen den beiden Einmündung an der Radeberger Straße und an der Kirchstraße sanieren. Die Stadt müsste den Fußwegbau finanzieren.

Damit wäre das schöne Geld vom Freistaat schon so gut wie weg und die eigenen Großröhrsdorfer Pläne müssten warten. Und da gibt es etliche Wünsche. Die Liste hat über 30 Punkte im Straßen- und Brückenbau, die die Stadt bereits zur Förderung angemeldet hat. Drei Vorschläge für die 64 000 Euro lagen nun auf dem Tisch, den Fußwegbau an der Lichtenberger Straße noch nicht mit dabei. Und der wird wohl auch nicht kommen. Denn die Mitglieder im Technischen Ausschuss der Stadt entschieden sich anders. Der Kreis könne auch ohne Fußwege und ohne Beteiligung der Stadt bauen, so die Meinung. Die bleiben dann vorerst, wie sie sind. Und der Stadt bleibt Geld für zwei Projekte.

Die Stadt legt ihr Geld nun auf der Johann-Sebastian-Bach-Straße an. Dort wurden schon im Vorjahr zwei Abschnitte zwischen Großmann- und Lessingstraße saniert. Nun sollen zwei weitere Abschnitte an die Reihe kommen: am Lidl-Markt und vor der Kita Agnesheim. Beide Bereiche seien in schlechtem Zustand. Für deren Reparatur entschied sich letztlich der Ausschuss. Dabei soll auch holpriges Pflaster durch Asphalt ersetzt werden. Im Gespräch war auch noch ein schlechtes Stück auf der Bismarckstraße, ebenfalls mit altem Holperpflaster. Dafür reicht das Geld nicht mehr. Die Stadt müsste dort noch einmal 50 000 Euro locker machen. Zu klären sei dort auch noch, in welchem Zustand die Leitungen im Untergrund sind, bevor Bagger anrollen. Das Geld für Bretnig und Hauswalde ist hingegen noch nicht verplant. Darüber wird sich der Ortschaftsrat erst am 19. April austauschen und eine Entscheidung treffen. Hier stehen wohl drei Vorschläge zur Diskussion.

In der Nachbarstadt Pulsnitz stehen die Projekte dagegen schon fest. Fachbereichsleiter Kay Kühne: „Der Technische Ausschuss hat das bereits beschlossen. Wir haben insgesamt 66 000 Euro zur Verfügung.“ Beschlossene Sache ist damit, dass der Polzenberg eine ordentliche Asphaltdecke bekommt. Das bietet sich nicht nur wegen des schlechten Zustands an, sondern auch, weil dort die Wasserversorgung und der Abwasserzweckverband in diesem Jahr plant, die Trinkwasserleitung bzw. den Regenwasserkanal zu erneuern. „Inwieweit die Deckensanierung umsetzbar ist, wird derzeit geprüft“, so Kay Kühne.

Das Ergebnis könnte auch negativ ausfallen. Wenn dies alles – aus welchen Gründen auch immer – nicht möglich sein sollte, steht als zweite Variante die Sanierung der Straße „An der Walke“ auf dem Plan. Dabei geht es um das Teilstück zwischen Bahnübergang und dem Eingang zum Walkmühlenbad. Auch das hätte es bitter nötig.