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Frosch trifft Hahn

Das neue „Augusto“ stellt interessante Lokale vor – so auch „Mon Village“.

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Von Ivette Wagner

Rot und Beige prägen die Räume, eine klassische Bistro-Einrichtung lässt ein wenig Seine-Flair an die Elbe rüberkommen. Die Gerichte auf der Karte bieten keine Überraschungen, sondern sind fast alle Klassiker der französischen Küche.

Die Vorspeisenwahl ist schnell getroffen. Einmal Froschschenkel in Tomaten-Knoblauch-Soße und einmal Jakobsmuscheln in Trüffel-Champagner-Schaum. Vor allem Letzteres wird mit viel Spannung erwartet und enttäuscht nicht – auch wenn der Schaum eher eine Suppe ist. Der Geschmack ist hervorragend. Die Froschschenkel sind gut zubereitet, allerdings etwas zu kalt. Das gilt auch für die anderen Gerichte.

Zum Hauptgang wird ein Wein aus der Karte ausgesucht. Wer da angesichts der Tatsache, in einem französischen Restaurant zu sitzen, ein riesiges Angebot erwartet, wird enttäuscht. Die Weine sind nicht unbedingt sehr ausgefallen, dafür aber gut.

Von der freundlichen und aufmerksamen Bedienung werden nun die Lammkoteletts mit Trüffelkartoffeln und Gemüse sowie Frankreichs Nationalgericht, Coq Au Vin, gebracht. Der Hahn im Wein hält, was er verspricht. Das Fleisch ist zart, die Soße, die aus dem Sud entsteht, in dem das Huhn 24 Stunden eingelegt wird, hat eine perfekte Konsistenz, Nachwürzen ist überflüssig. Die Lammkoteletts sind innen rosa, aber leider auch wieder zu kalt.

Fazit: Frankreich ist, aus kulinarischer Sicht, doch gar nicht so weit weg.

Mon Village, Poststraße 12,

4207760

„Augusto“ ist für 4,80Euro in den SZ-Treffpunkten und im Buchhandel erhältlich. Morgen lesen Sie vom „Café Toscana“.

www.sz-online.de/augusto