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Früh übt sich

Familienzeit: Mit etwa fünf Jahren sind Kinder bereit für einen Schwimmkurs. Die Suche nach einem freien Platz ist vielerorts nicht leicht, lohnt sich aber.  

© Foto: pixabay

Immer wieder lassen uns Badeunfälle in den Sommermonaten und Schlagzeilen wie „Deutschland wird zum Nichtschwimmerland“ aufhorchen. Studien zeigen, dass es immer weniger selbstverständlich ist, dass Kinder ab einem bestimmten Alter schwimmen können. Mal fehlt den beruflich stark eingespannten Eltern die Zeit, mal liegt es daran, dass sich einfach kein freier Platz in einem Kurs finden lässt. Mehrmonatige Wartezeiten sind keine Seltenheit. Trotzdem mahnen Experten, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich rechtzeitig nach Schwimmangeboten umzuschauen.

„Die Beschäftigung mit diesem wichtigen Thema kann schon im Babyalter beginnen, indem Eltern ihren Nachwuchs beim Babyschwimmen an das Element Wasser gewöhnen“, sagt Schwimmtrainer Dirk Oehme, der beim Dresdner Sportclub das Nachwuchszentrum der Abteilung Schwimmen leitet. „Eltern können auch früh damit beginnen, in der Freizeit mit ihren Kindern ans und später auch ins Wasser zu gehen, sei es am Baggersee,

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im Freibad oder beim Urlaub am Meer. Die Kinder dürfen keine Scheu vor dem Wasser entwickeln, brauchen aber Respekt vor dem Element.“

Etwa im Alter von fünf Jahren bietet sich ein Schwimmkurs an. „Dann sind die Kleinen motorisch gut schulbar und verstehen auch, was wir ihnen erklären“, sagt Oehme. Ein- bis zweimal dürfen die Eltern dabei sein, wenn die Anfängerkurse starten, danach können die meisten Kinder die Schwimmstunde gut ohne elterlichen Beistand bewältigen. Nicht immer gehört der Schwimmkurs zu den Lieblingsbeschäftigungen der Kleinen: Manchen fällt es schwer, sich von Mama oder Papa zu trennen. „Unsere Aufgabe als Trainer ist es dann, pädagogisch und taktisch einen guten Weg zu finden, dass die Kinder im Wasser auch Spaß haben.“

Die Dresdner Bäder GmbH bietet neben normalen Schwimmkursen auch spezielle für Kitas und andere Kindereinrichtungen an. Vorteil dabei: Die Kinder kommen mit ihren gewohnten Erziehern und Freunden zum Schwimmen, die Hemmschwelle ist daher niedriger. „Vermittelt werden das Brustschwimmen, das Gleiten, das Tauchen und Springen. Ziel ist das Erreichen des Seepferdchen-Abzeichens“, erklärt der Sprecher der Dresdner Bäder GmbH, Lars Kühl. Freie Plätze für Kitas gebe es nach Absprache mit dem jeweiligen Schwimmhallenpersonal noch vor- wie auch nachmittags; den Weg ins Schwimmbad müssen die Einrichtungen jedoch selbst organisieren.

Dirk Oehme warnt übrigens davor, das beim ersten Schwimmkurs meist erworbene Seepferdchen als Sicherheit anzusehen, dass das Kind nun richtig schwimmen könne. „Beim Seepferdchen müssen nur 25 Meter bewältigt werden, das ist zu wenig für den Ernstfall. Bei uns sollten die Kids daher 50 Meter schaffen, um ein erstes Schwimmabzeichen zu erhalten.“

Verpflichtend wird der Schwimmkurs spätestens in der zweiten Klasse, bei dem die Kinder dann für das Bronzeabzeichen 200 Meter schaffen müssen, zudem zwei Meter tief tauchen und aus einem Meter Höhe ins Wasser springen sollen.

Weil Wasserfläche jedoch vielerorts knapp ist, gelingt es nicht allen Eltern auf Anhieb, einen Kurs zu finden. Frühzeitig sollte man sich daher informieren. Neben der Dresdner Bäder GmbH bieten Sportvereine und Privatunternehmen Kurse in den Dresdner Schwimmhallen, im Umland oder in kleinen Bewegungsbecken, wie zum Beispiel in der Dresdner Ballsportarena, an. Die Preise variieren stark. „Eltern sollten, auch wenn ein wenig Wartezeit und Rechercheaufwand dabei ist, dem Thema nicht aus dem Weg gehen. Es wird mit zunehmendem Alter nicht einfacher, mit dem Schwimmenlernen zu beginnen“, betont Dirk Oehme.