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Früher Start in den Herbst

Mit dem September endete schlagartig die Badesaison im Osterzgebirge. Es zeigten sich sogar die ersten Vorboten des Winters.

© Egbert Kamprath

Von Norbert Märcz

Osterzgebirge. Der meteorologische Herbst ging ziemlich herbstlich los. Ein trüber, kühler und verregneter Tag war am 1. September das komplette Kontrastprogramm zum doch recht nett ausgeklungenen August. Aber zum Glück kann ja nicht immer nur schlechtes Wetter sein, und so folgten vier trockene Tage – eine Seltenheit in diesem Jahr. Auch die Sonne kam immer mehr zum Vorschein.

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Am 4. und 5. September lachte die Sonne fast ununterbrochen. Wärmster Tag war der 6. September, auch wenn hier schon wieder einiges Gewölk kältere Temperaturen ankündigte. Leider rutschte nun ziemlich viel Kaltluft nach Mitteleuropa. Da ein starkes russisches Hoch das Weiterkommen von Tiefs verhinderte, blieb die Hauptschlechtwetterlinie meist östlich von uns hängen, und wir mussten unter dieser für September doch ziemlich kalten Luftmasse ausharren. Immer wieder zogen auch Schauer und Regenfronten zu uns herein. Leider auch und besonders zu den Wochenenden. Und so musste der September das erste Mal seit Januar wieder kälter als das langjährige Mittel werden. Nicht mal im Tiefland konnte ein Sommertag mit über 25 Grad erreicht werden. Kein Vergleich zum September im letzten Jahr, in dem der Sommer noch einmal richtig aufgedreht hatte!

Über den ganzen Monat zog sich das eher langweilige Wetter hin. In der Nacht vom 17. zum 18. September erreichte uns sogar noch einmal eine doch recht kräftige Gewitterzelle, die sich vor allem über Dippoldiswalde austobte. Die nachfolgende Kaltluft sank in die Täler. So gab es nach Aufklaren am Morgen des 19. in einigen Tälern tatsächlich schon wieder Frost. Selbst in tieferen Tallagen wurde hier und dort der Eiskratzer gebraucht. In der dritten Monatsdekade gelangte nun die Luft sehr langsam unter Hochdruckeinfluss, was zunächst aber wegen der „festgefahrenen Wetterlage“ noch zu einigen Schauern und auch Regentagen führte. Am 25. gab es in Zinnwald sogar einen Graupelschauer, denn immer noch kämpfte die Höhenkaltluft mit warmer Luft aus dem Mittelmeer. Danach allerdings setzte sich mit Heranrücken der Front im Vorfeld der Hurrikans „Lee“ und „Maria“ erst einmal etwas Hochdruckeinfluss durch. So wurde es zum Monatsende sogar noch einmal sonnig und trocken, führte aber nicht mehr zu schweißtreibenden Temperaturen.

Der meiste Niederschlag fiel am 1. September. Trotz vieler Tage, an denen Nass vom Himmel kam, blieb die Niederschlagsbilanz im Vergleich doch meistenteils recht ausgeglichen. Die Sonne machte trotz einiger sehr sonniger Tage keine Überstunden.

Der Autor ist Vorsitzender des Wettervereins Zinnwald-Georgenfeld.