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Früherer Kapelle droht der Abriss

Die Stadträte haben dem Kauf des Häuschens zugestimmt. Erhalten will es der Bürgermeister nur unter einer Bedingung.

© Archiv/Klaus-Dieter Brühl

Von Eric Weser

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Gröditz. Es ist ausgemachte Sache: Die Stadt Gröditz kauft die ehemalige Predigtstätte der Methodisten in der Neuen Kolonie. Den Kauf des Grundstücks mit dem stehenden Mini-Gebäude haben die Stadträte am Dienstag beschlossen. Bürgermeister Jochen Reinicke (parteilos) machte klar, dass der Kauf auch Pflichten mit sich bringt. „Wir müssen nicht heute entscheiden, was wir damit machen. Wir müssen uns aber klarwerden, was damit passieren soll. Vielleicht haben die Anwohner dafür eine Verwendung.“ Wenn sich gar keine Nutzung für das Häuschen finde, sei der Abriss die letzte Lösung, so Reinicke.

Die frühere Kapelle, die einst – obwohl sie keinen eigenen Wasseranschluss hat – als Waschhaus genutzt worden war, ist seit 2016 leer und ungenutzt. Die Methodistengemeinde hatte das Gebäude seither erfolglos zum Kauf angeboten. Die Stadt ersteht das Grundstück nun, um den für nächstes Jahr geplanten Straßenbau in der Neuen Kolonie zu vereinfachen. Das 152-Quadratmeter-Kapellen-Grundstück bekommt die Stadt mit 1 600 Euro recht günstig: Der Quadratmeter-Preis liegt mit etwas mehr als zehn Euro weit unter dem Richtwert in diesem Teil von Gröditz. Dieser liegt bei 38 Euro pro Quadratmeter. (SZ/ewe)