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Familie

Frühjahrs-Check im Garten

Endlich Frühling! Vor allem für Familien mit Kindern gibt es bei der Balkon- und Garten-Frühjahrskur einige wichtige Punkte zu beachten. (Familienzeit-Magazin)

Den Garten in Familie auf Vordermann zu bringen, macht gleich viel mehr Spaß!
Den Garten in Familie auf Vordermann zu bringen, macht gleich viel mehr Spaß! © Designed by Freepik (Symbolfoto)

Die Tage werden wieder länger und wärmer, die Natur erwacht. Höchste Zeit, auch Balkon und Garten aus dem Winterschlaf zu wecken und für kleine und große Entdecker zu wappnen. 

Inspizieren und auflisten

Verwehtes Laub, lockere Laubendächer und nasse Gartenschuhe: Winterstürme und Dauerregen haben ihre Spuren hinterlassen. Im ersten Schritt sollten daher erst einmal alle Ecken inspiziert und eventuelle Schäden aufgelistet werden. Sind die Terrasse und Wege noch eben, oder haben sich durch Frost eventuell Platten gehoben? Sind die Gartenzäune noch stabil und sicher? Ist das Dach vom Gartenhäuschen noch dicht? Falls es große Bäume gibt, sollten auch diese – im Zweifel vom Fachmann – auf Sturmschäden geprüft werden. Und vor allem im Familiengarten sollten die Spielgeräte genauer inspiziert werden: Steht die Schaukel noch fest verankert? Sind am Baumhaus noch alle Elemente sicher? Sind Plastikelemente wie zum Beispiel Rutsche oder Sandmuschel noch einwandfrei, oder haben sich schon Risse gebildet?

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Aufräumen und reparieren

Weiter geht es mit der Reparatur und dem Aufräumen. Dachrinnen und Abflüsse sollten gesäubert, Splittreste zusammengekehrt, Regentonnen wieder aufgestellt oder ersetzt werden. Bei Gartenteichen oder Wasserspielen muss die Pumpe wieder eingesetzt werden. Der Sandkasten sollte gereinigt und mit neuem Spielsand gefüllt werden. Wer dabei auf Tüv-geprüfte Qualität achtet, hat dank der besonderen Qualität und Reinheit sowie einer natürlichen Restfeuchte das beste Material für Sandburgen und -kuchen – vorausgesetzt,auch kaputte Schaufeln und Förmchen sind ersetzt worden. Extra-Tipp: Spezielle Spielsand-Mischungen sind mit natürlichen Duftstoffen angereichert, die Hunde und Katzen zuverlässig fernhalten,für Menschen aber kaum wahrnehmbar sind (z. B. Spielsand Extra, erhältlich bei toom).

Sichern und schützen

Nutzen Kleinkinder den Garten? Dann braucht es besondere Umsicht, um eventuelle Unfälle zu vermeiden: Regentonnen mit Deckel sichern, Gartenteiche umzäunen. Kleinere Becken können bepflanzt oder zum Beispiel mit Kies gefüllt werden. Gartengeräte spornen Kinder magisch zum Mithelfen-Wollen an, können aber zu Verletzungen führen: Spaten, Rosenschere und Co. sowie Dünger und andere Chemikalien (zum Beispiel Chlortabs für Pools, Grillanzünder, Gaskartuschen etc.) gehören hintereine abschließbare Tür! Um den Tatendrang der Nachwuchsgärtner nicht zu bremsen, sind Gartengeräte im Kleinformat ideal: Eine kleine Schaufel, eine nicht zu große Gießkanne und ein Kinderrechen sind eine gute Grundlage. Bei Geschwisterkindern am besten für jeden persönliche Exemplare einplanen– denn sonst endet die begeisterte Gießbereitschaft noch mit bösen Streiterereien darum, wer die Kanne haben darf. Wer Stromkabel und Wasserrohre verlegt (hat), muss wiederum mit dem Buddeleifer der kleinen Goldgräber rechnen, deswegen: Lieber noch mal prüfen, ob Leitungen und Kabel auch tief genug vergraben sind bzw. klare Grenzen für „Ausgrabungen“ markieren.

Jäten und düngen

Die Erde ist fest nach dem Winter, aber die Wurzeln brauchen Luft und Platz zum Wachsen. Daher werden die Beete umgegraben und von ungewünschten Gewächsen befreit. Dabei kann der größere Nachwuchs mit anpacken. Zudem kann ein Dünger verteilt werden – welcher der richtige ist, hängt von den Pflanzen und Bodenbedingungen ab. Im Fachhandel gibt es dazu eine kompetente Beratung. Die jüngeren Gärtner dürfen anschließend beim Gießen mithelfen.

Auswählen und säen

Kinder gehen gern auf Entdeckungstour. Nicht immer kann man bei jedem Schritt dabei sein – deswegen sollte von Anfang an immer wieder erklärt werden, dass man Pflanzen nicht essen darf – nur, wenn Mama oder Papa dabei sind und es ausdrücklich erlauben! Auf einige stark giftige Pflanzen sollte aber in einem Familiengarten dennoch wenn möglich verzichtet werden: Dazu gehören unter anderem der beliebte Blauregen (Wisteria), die Eibe und der Eisenhut. Stattdessen bieten sich Alternativen an, die auch der Vogel- und Insektenwelt gefallen, zum Beispiel Kapuzinerkresse, Tagetes (Studentenblumen), Weiden und Sonnenblumen. Viele Sommerblumen können im zeitigen Frühjahr ab März auf der Fensterbank im Warmen ausgesät und vorgezogen werden. Dafür gibt esspezielle Anzucht-Sets im Fachhandel. Nachhaltiger sind selbstgebastelte Papiertöpfchen, die Mitte Mai, wenn die Gefahr der Nachtfröste vorüber ist, ausgepflanzt werden können und dann verrotten. Wem das zu viel Aufwand ist, der kann auch auf Sorten zurückgreifen, die ab Mai direkt ins Beet ausgesät werden können: zum Beispiel Kornblumen, Kapuzinerkresse, Ringelblumen, Duftsteinrich, Schleierkraut, Schleifenblume, Wucherblume und Buntschopf-Salbei. Wer es ganz natürlich mag, verstreut Samenmischungen wie „Bienenfreund“.

Dieser Beitrag erschien in der "Familienzeit" 01/2020. Hier kann in der aktuellen Ausgabe geschmökert werden.

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