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Frust im Linienbus

Der Bus fährt einem vor der Nase weg oder kommt zu spät, es gibt Streit um die Belüftung. Wohin mit dem Ärger?

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© Symbolbild/SZ

Von Lara-Sophie Pohling

Pirna. Jeder Fahrgast hat das wohl schon mal erlebt: Man steigt aus dem Bus, will die nächste Verbindung nehmen, erreicht noch gerade so die letzte Tür, die sich dann aber vor einem schließt. Dass sich unter solchen Gegebenheiten Frustration und Wut anstauen, ist verständlich.

Ähnlich erging es Fahrgast Steffen Zeier, der seinen Fall der SZ-Redaktion schilderte. Offenbar wurde er vom Busfahrer übersehen, als er in Pirna-Sonnenstein vom Abzweig Cunnersdorfer Straße mit der Linie H/S Richtung Busbahnhof fahren wollte. Er hatte gerade die hintere Tür des Busses erreicht, nachdem ein anderer Fahrgast ganz vorn zugestiegen war. Der Bus fuhr ab und Herr Zeier blieb zurück.

Auf Nachfrage bestätigt die Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz (OVPS) den Vorfall und entschuldigt sich. Der Fahrer sei schon auf die Weiterfahrt eingestellt gewesen, habe sich bereits auf den Verkehr konzentriert und Herrn Zeier nicht mehr wahrgenommen, teilt das Unternehmen mit.

Was tun mit dem Ärger nach so einer Situation? Am besten sollten sich betroffene Fahrgäste direkt an die Servicezentrale wenden, damit der Vorfall bearbeitet und geklärt werden kann, erklärt Ulrike Langhammer von der OVPS. Dabei sei es wichtig, sich das Datum, die Uhrzeit und die Linie oder eben das Kennzeichen zu merken. So könne im Unternehmen direkt gehandelt und mit dem betreffenden Busfahrer gesprochen werden.

„Allerdings unterscheiden sich Angaben des Fahrers über das Geschehen oft von der Schilderung des Fahrgastes“, weiß Ulrike Langhammer. Darum sei es umso wichtiger, dass genau geklärt wird, was vorgefallen ist. Im Zuge der Schlichtung erhält der Fahrgast auch eine Rückmeldung, was im Unternehmen veranlasst wurde.

Bei Problemen direkt im Bus sei das Wichtigste die Kommunikation mit dem Fahrer, sagt Ulrike Langhammer. Schwierigkeiten gibt es immer wieder. Ein Problem ist gerade im Sommer beispielsweise die Belüftung in den Fahrzeugen. Dabei geht es um die Dachluken, denn die Fenster können im Normalfall gar nicht geöffnet werden. Letztlich liegt es in der Hand des Busfahrers, ob er die Luken öffnet oder nicht. Er sollte dabei das Wohlbefinden aller Fahrgäste im Blick haben, was nicht immer leicht ist. „Deshalb ist es nötig, mit dem Fahrer das Gespräch zu suchen und nachzufragen“, rät Ulrike Langhammer.