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Weißwasser

Füchse holen einen Punkt gegen Bad Tölz

Zweimal geführt, dann immerhin nicht alles verloren – Weißwasser erlebte einen wechselhaften Abend.

Nicolas Strodel (rechts) kommt gegen einen Tölzer Verteidiger zum Abschluss.
Nicolas Strodel (rechts) kommt gegen einen Tölzer Verteidiger zum Abschluss. © Gunnar Schulze

Im zweiten Saisonspiel kassierten die Lausitzer Füchse am Freitagabend die erste Niederlage – und behielten nach dem 2:3 (1:0, 0:1, 1:1) nach Verlängerung zumindest einen Punkt in Weißwasser. In einem Spiel auf Augenhöhe ragten die Torhüter heraus, am Ende setzte sich die erfahrenere Mannschaft, die zweimal einen Rückstand ausglich, mit einem schönen Spielzug durch.

Die Tölzer Löwen waren zwar nur mit einem Mini-Kader angereist, der genau für drei Reihen reichte, standen aber den Füchsen in Sachen Laufbereitschaft und Präsenz auf dem Eis in nichts nach. Im Gegenteil: Die Gastgeber aus der Lausitz hatten oft Mühe, sich aus dem eigenen Drittel zu lösen. Aggressiv und clever störten die Löwen, denen zunächst die größeren Chancen gehörten. Pfleger, Weller oder Sasa Martinovic fehlte im Abschluss aber die Entschlossenheit.

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Auf der Gegenseite prüfte Oliver Granz nach einer Minuten Sinisa Martinovic, danach hatte der Routinier im Tölzer Tor recht wenig zu tun. Ein unnötiges Haken von Thomas Reichel brachte den Bayern die erste Überzahl, die die Füchse aber gut verteidigten. Auch ein zweites Powerplay nach einer Viertelstunde überstand die Weißwasseraner Defensive gut – das Unterzahlspiel, unterstützt von einem sehr sicheren Mac Carruth im Tor, war in der Anfangsphase das Beste aus Füchse-Sicht.

Nach 17 Minuten hatte Charlie Jahnke, der von den Berliner Eisbären die Freigabe erhalten hatte, endlich wieder eine gute Gelegenheit für Weißwasser. Es folgten Jordan George und Robert Farmer mit ihren vielversprechenden Abschlüssen. Geht doch, mochte der Füchse-Fan denken. Und durfte prompt jubeln. Tomas Andres schickte Darcy Murphy steil, der lief hinter das Tor und passte von dort mit der Rückhand auf die kurze Ecke des Torraums. Dort nahm Clarke Breitkreuz Maß und netzte ein. Die Führung der Füchse war verdient – wenn man die letzte drei Minuten betrachtete.

Auch nach der Pause zeigte die Weißwasser gefälliger und gefährlicher als über weite Strecken des ersten Abschnitts. Die erste Überzahl verpuffte zwar, auch weil Sinisa Martinovic mit waghalsigen Paraden glänzte, George und Joel Keussen kamen da nicht durch. Dann traf Mike Hammond, der etwas überraschend an die Scheibe kam, vor dem leeren Tor nur den Pfosten. Just in die starke Lausitzer Phase hinein fiel der Ausgleich. Max French eroberte die Scheibe und spielte sofort steil, wo Marco Pfleger auf und davon war. Er ließ Carruth keine Chance.

Gleich darauf verpasste Philip Kuschel die erneute Führung, er zielte rechts am Pfosten daneben. Dann nahm sich das Spiel eine Auszeit, Gelegenheiten entstanden oft durch Abspielfehler – und die blieben bei den Füchsen keine Seltenheit. Carruth hielt ganz stark gegen Christoph Kiefersauer. Für Weißwasser waren Keussen und Jahnke nah dran am 2:1, aber Sinisa Martinovic im Tölzer Tor hatte einen seiner überragenden Abende.

Auch im Schlussdrittel stand Martinovic oft im Zentrum. Gegen Breitkreuz, nach super Zuspiel von George, flog er in seiner unnachahmlichen Art aus dem Gehäuse und parierte. In dieser Phase erzwang Weißwasser die Strafe, die das erhoffte 2:1 brachte. Eigentlich taten sich die Gastgeber in Überzahl schwer. Dann aber verzettelte sich Torwart Martinovic hinter seinem Kasten, die Scheibe gelangte zu Breitkreuz, der trocken vollstreckte. Auch dieses Mal fanden die Bayern eine Antwort. Mac Kenzie traf nach 53 Minuten durch Carruths Schoner. Die erneute Führung verpasste Murphy, der doppelt an Martinovic scheiterte. In Überzahl hätte Weißwasser dann beinahe alle Punkte verloren, aber Carruth rettete gegen den Löwen, der bei einem Konter allein vor ihm auftauchte.

Es ging in die Verlängerung. Hier waren erst die Füchse das gefährlichere Team, ehe Bad Tölz ernst machte. Dibelka spielte einen Super-Pass in die Mitte auf Edfelder, der zum 2:3 unter die Latte traf. Nach zwei Führungen tat der zweifache Punktverlust der Füchse zwar weh. Aber gegen die vor der Saison verstärkten Bad Tölzer, die erklärtermaßen oben mitspielen wollen, ist ein Punkt ein annehmbares Resultat.