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Füchse müssen trotz des Sieges in die Play-downs

Gegen Bad Nauheim erkämpfen die Füchse einen 3:2-Sieg. Aber auch die Füchse-Konkurrenten gewinnen. In der Abstiegsrunde geht es jetzt gegen ein bayrisches Team.

© Gunnar Schulze

Von Thomas Wagner und Frank Thümmler

Die Lausitzer Füchse haben es nicht geschafft. Sie müssen trotz des vierten Sieges in Folge in die Play-downs und treffen dort auf die Bayreuth Tigers, die die Hauptrunde auf dem letzten Tabellenplatz beenden werden. Die Aufholjagd der Füchse ist also nicht von Erfolg gekrönt. Letztlich war der Punkterückstand zu groß. Gestern Abend haben sich die Heilbronner Falken durch einen 4:2-Überraschungserfolg über den Tabellendritten Löwen Frankfurt den Drei-Punkte-Vorsprung bewahrt, der ihnen zusammen mit dem deutlich besseren Torverhältnis gegenüber den Füchsen die Pre-Play-off-Teilnahme sichert. Und auch Crimmitschau hat durch einen in letzter Minute gesicherten 4:3-Erfolg in Bayreuth alles klar gemacht, behält einen Fünf-Punkte-Vorsprung vor den Füchsen. Das Spiel der Füchse am Sonntag in Freiburg wird keine Auswirkungen auf die Tabelle mehr haben. Die Füchse haben am kommenden Wochenende damit spielfrei, am 13. März beginnt die Best-of-seven-Play-down-Serie gegen Bayreuth mit einem Heimspiel. Karten dafür gibt es ab dem 6. März, 10 Uhr sowohl im Fanshop „Hockeyfuchs“ als auch über Etix und alle bekannten Vorverkaufsstellen. Die Dauerkarten „Hauptrunde“ sind dafür nicht gültig.

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Am Freitagabend merkte beiden Mannschaften sofort an, dass es um viel ging. Bad Nauheim kämpft um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs. Das Tempo war sofort hoch. Cody Sylvester, Goldhelm der Gäste, gab den ersten Schuss ab. Aber die Füchse waren sofort im Spiel. In der ersten Reihe wirbelte Neuert für den fehlenden Boiarchinov. Torgefahr gab es vor allem nach geschickten Querpässen. So hatte Ranta eine gute Schusschance, und Verteidiger Bär traf nur das Außennetz. Insgesamt versuchten es beide Mannschaften mit vielen Schüssen. So fiel auch das 1:0. Mücke hatte von der Blauen Linie abgezogen, der Puck war zwar in der Gästeabwehr hängen geblieben. Am Ende aber hatte Anders Eriksson den Puck vor dem Schläger und netzte aus vier Metern über die Fanghand von Gästetorwart Bick ins rechte Dreiangel zum 1:0 ein (11.) – eine perfekte Rückkehr für den Schweden nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause. Die Gäste glichen aber schnell wieder aus. Kania musste einen eigenen Fehler mit einem Foul ausbügeln. In der Unterzahl konnte der ansonsten wieder starke Füchse-Torwart Maximilian Franzreb einen Schuss nicht festhalten, ein Bayreuther legte vor dem Tor noch einmal quer, wo Sylvester den Puck aus spitzem Winkel unter die Latte hämmerte. Die Füchse spielten auch danach munter auf. Schmidt hatte mit einem Baerntrick nach einem Abpraller die beste Chance, scheiterte nur knapp.

Im Mitteldrittel erwischten die Füchse den besseren Start. Owens hielt den Puck im Drittel, Ranta spielte einen genialen Querpass auf Hayes, der die Scheibe eiskalt flach im langen Ecke gegen die Bewegungsrichtung des Torwarts versenkte. Danach versuchten die Gäste mehr, aber es gelang ihnen zu selten, Großchancen herauszuspielen, bei denen Franzreb dann auf dem Posten war. Die beste Chance hatte auf der anderen Seite Eriksson, der durch das Drittel der Gäste kurvte und dann die leere kurze Ecke vor sich hatte, den Puck mit der Rückhand aber über das Tor schaufelte.

In das Schlussdrittel nahmen die Füchse eine dumme Strafe mit (zu viele Spieler auf dem Eis), die prompt bestraft wurde. Unmittelbar nach Ablauf der Unterzahl versenkte Brandt die Scheibe zum 2:2, nachdem Frosch noch gescheitert war. Aber die Füchse hatten eine Antwort: Daniel Kuchejda fälschte einen Schuss von Maximilian Adam in die kurze Ecke ab (44.). Danach verwalteten die Füchse den knappen Vorsprung, boten keine Lücken. Das Anrennen der Gäste blieb erfolglos, auch als sie am Ende ihren Torwart vom Eis nahmen. Großen Jubel gab es mit dem Schlusspfiff von den Rängen nicht. Die Fans waren über die Stände auf den anderen Eisflächen informiert.

Auf der Pressekonferenz lobte Gästetrainer Petri Kujala die Füchse und sagte, dass man sich mit dieser Leistung keine Gedanken in den Playdowns machen müsse. Vielleicht ist genau das die größte Gefahr für die Füchse. Aber erst einmal ist ein Wochenende frei.

Statistik

Lausitzer Füchse – EC Bad Nauheim 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

1:0 Anders Eriksson 10:43 (Assist: Schmidt, Mücke)

1:1 Cody Sylvester 11:47 (Überzahl, McNamee, Brand)

2:1 Jeff Hayes 23:14 (Ranta, Owens)

2:2 Marcel Brandth 40:31 (Frosch, Sylvester)

3:2 David Kuchejda 44:39 (Adam, Kania)

Lausitzer Füchse

Tor: Franzreb

Verteidigung: Bär, Owens – Geiseler, Mücke – Kania, Adam – Kohl, Hoffmann

Sturm: Neuert, Hayes, Ranta – Eriksson, Schnidt, Tegkaev – Jahnke, Kuchejda, Götz – Hessler

EHC Bad Nauheim

Tor: Bick

Verteidigung: Mannes, Brandt – Slaton, Widén – Ketter

Sturm: Sylvester, Frosch, Reimer – Livingston, McNamee, Krestan – Pauli, Lange, Bettahar – Ratmann, Kolb

Schiedsrichter:

Eric Daniels, Eugen Schmidt

Strafen:Weißwasser 6, Bad Nauheimh 4

Zuschauer:2 325