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Füchse verlieren Viertelfinal-Heimrecht doch noch

In Kassel unterliegen die Lausitzer mit 2:3. Nicht nur in der letzten Aktion fehlt den Füchsen auch das Quäntchen Glück.

Jeff Hayes, der auch in Kassel erfolgreich war, ist am Ende der Hauptrunde mit 59 Punkten der beste Scorer der Füchse. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse sind nach einer unglücklichen 3:2-Niederlage im letzten Saisonspiel durch das Null-Punkte-Wochenende (nach dem 3:4 am Freitag gegen Crimmitschau) noch auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht und haben wegen des gleichzeitigen 3:2-Sieges von Kaufbeuren über Ravensburg das Heimrecht im Play-off-Viertelfinale wegen des schlechteren Torverhältnisses noch an die Bayern verloren und müssen am 15. März zur ersten Partie nun auswärts antreten. Hoffnung besteht trotzdem: Die Füchse haben drei der vier Hauptrundenspiele gegen Kaufbeuren gewonnen. Und vielleicht kehrt das nötige Glück, das den Füchsen an diesem Wochenende fehlte, in den Fuchsbau zurück.

Die Lausitzer Füchse verzichteten zugunsten von Torwart Jason Kasdorf diesmal auf Stürmer Steve Saviano als überzähligen Ausländer. Die Kasseler, die unbedingt noch den siebenten Tabellenplatz erreichen wollten, begannen mit viel Druck. Kasdorf musste einen Schuss gleich in der zweiten Minute prallen lassen, zum Glück kam kein Kasseler ran. Als dann Adam auf die Strafbank musste, verteidigten die Füchse zunächst geschickt und kamen zu einem Konter, aber dann schlug es doch ein. Richard Mueller traf mit einem Direktschuss, Kasdorf war zwar noch dran am Puck, aber die Scheibe fand den Weg doch ins Tor (9.). Die Füchse suchten die schnelle Antwort, Hayes verfehlte aber das Tor (9.). Eine weitere Unterzahl (zu viele Spieler auf dem Eis) überstanden die Füchse. Kasdorf, der hinter dem Tor unter Druck geriet, den Puck verlor, aber dann gegen Meilleur rettete. Wenig später tauchte Breitkreuz allein vor dem Kasseler Tor auf, scheiterte aber an Torwart Kuhn (16.)

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Im Mitteldrittel gerieten die Füchse weiter in Rückstand. Bei einem 2:1-Konter schloss Sylvestre ab, Kasdorf war erneut am Puck, nahm die Scheibe aber mit ins Tor (46.). Die Füchse riskierten jetzt noch mehr , erhöhten den Druck und liefen in mehrere Konter. Kasdorf hielt mehrfach stark, einmal verhinderte Kuschel mit einem sensationellen Hechtsprung den Querpass. Dann kassierte der Kasseler der Kasseler Povorozniuk eine Spieldauerstrafe für ein Foul an Schiemenz, die die Füchse zum Anschlusstreffer nutzten. Nach einem Hayes-Schuss setzten Hessler und Kuchejda energisch genug nach (30.). Bär und Kuschel nach einer Puckeroberung von Schmidt hatten danach Riesenchancen zum Ausgleich, schossen aber vorbei oder scheiterten an Torwart Kuhn. Auf der anderen Seite rettete Kasdorf bei Kontern gegen Mueller und Carciola.

Mit Beginn des Schlussdrittels kamen die Füchse zum ersehnten Ausgleich. Hayes lief mit Tempo ins Gastgeberdrittel, ließ für Breitkreuz liegen, der zwar geblockt wurde, aber den Abpraller nutzte Hayes zu einem blitzschnellen Bauerntrick (41.). Sekunden später hatte George die Chance zur Füchse-Führung, scheiterte aber an George. Danach, auch durch Strafen bedingt, mussten die Füchse etwas Tempo rausnehmen. Als Kasdorf eine Strafe kassierte, weil ein Kasseler seinen Stock nutzte, um darüberzufallen, fiel das 3:2, das ein Abbild des frühen 1:0 war. Nach einem Querpass zog Richard Mueller direkt ab und traf in die kurze Ecke. Füchse-Torwart Kasdorf, der freie Sicht hatte, kam nicht an den Puck (52.). Den Füchsen lief danach die Zeit davon. Die größte Chance ergab sich in den Schlussminuten, als Füchse-Trainer Corey Neilson den Torwart vom Eis nahm. Erst kassierten die Kasseler eine Strafe wegen Spielverzögerung, als sie beim Versuch, sich zu befreien, ins Fangnetz schossen. Und dann hatte Eriksson bei Sechs-gegen-Vier den Ausgleich auf dem Schläger. Nach einem Querpass war er völlig frei am langen Pfosten. Torwart Kuhn lag mit dem Rücken zum Füchse-Spieler am Boden. Eriksson wollte den Puck ins Tor heben, aber Kuhn riss instinktiv den Schoner nach oben und hatte Glück, dass er angeschossen wurde. Am Ende war es eine unglückliche Niederlage für die Füchse, die jetzt das spielfreie Wochenende nutzen müssen, um wieder Selbstbewusstsein aufzubauen.