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Weißwasser

Füchsen gelingt Kantersieg

Nach dem 6:1 fehlt nur noch ein Punkt zum zehnten Platz. Zwei Spieler bereiten etwas Sorgen.

Die Füchse bejubeln den 2:0-Torschützen Jordan George (roter Helm).
Die Füchse bejubeln den 2:0-Torschützen Jordan George (roter Helm). © Gunnar Schulze

Die Lausitzer Füchse haben ihre Chancen auf den zehnten Platz und den vorzeitigen Klassenerhalt gewahrt. Mit einem 6:1 über den direkten Konkurrenten Kaufbeuren verkürzten sie den Abstand auf die Bayern auf einen Punkt. Da auch Dresden gegen Heilbronn gewann, bleiben auch die Eislöwen einen Punkt vor Weißwasser.  Füchse-Trainer Corey Neilson verzichtet als überzähligen Ausländer auf Topscorer Mike Hammond, wohl auch um defensiv stabiler zu spielen.

Alle, Zuschauer und wohl auch die Spieler beider Mannschaften, rieben sich nach dem ersten Drittel verwundert die Augen. Optisch war es zwar ein recht ausgeglichenes Spiel, aber die Lausitzer Füchse führten mit 4:0! Dabei hatten die Kaufbeurer mit unheimlich viel Druck aus allen Reihen angefangen und in den ersten drei Minuten bereits fünf Schüsse aufs Füchse-Tor abgefeuert. Füchse-Torwart Mac Carruth war sofort gefordert, besonders bei einem Schuss von Lewis. Aber die Kaufbeurer gingen mit drei Spielern im Forecheck wohl zu viel Risiko, der erste Konter der Füchse saß. George hatte im Drittel der Gäste Zeit, den Schläger aber auf der Rückhand. Der Füchse-Stürmer verzögerte und spielt im genau richtigen Moment vor das Tor, wo Breitkreuz in die Schussbahn lief und die Scheibe irgendwie ins Netz abfälschte, unglücklich für Gästetorwart Sharipov (3.).

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Die Gäste ließen sich nicht beirren, rannten weiter Hand und hatten durch ihren Topscorer Blomqvist aus Nahdistanz eine Riesenchance, aber knapp vorbei. Die Füchse konnten sich nimmer wieder befreien, Thomas Reichel tankte sich dann sehenswert durch und spielte vor dem Tor quer. Boiarchinov hatte das leere Tor vor sich, wurde aber noch entscheidend gestört. Wenig später aber war es soweit. Ross konnte frei von rechts vor das Tor laufen, legte dann aber gegen die Laufrichtung ab auf George, der direkt abzog und zum 2:0 traf (14.). Dann zeigte Reichel seine zweite klasse Einzelleistung, spielte erst an der Blauen Linie einen Verteidiger aus, ließ vor dem Tor den zweiten aussteigen und legte quer auf Schwamberger – 3:0. Und als dann die Gäste eine Strafe erhielten, nutzen die Füchse die Überzahl zum 4:0. Ein Kaufbeurer vergab die Chance, den Puck aus dem Drittel zu spielen, zwei schnelle Pässe später hatte Andres freie Schussbahn, Sharipov konnte zwar halten, aber Ross verwertete den Abpraller (19.). Der Kaufbeurer Trainer Brockmann tauschte danach die Torhüter.

Aber das brachte wenig. Zwar begannen die Gäste das Mitteldrittel mit einer Überzahl, aber die Füchse ließen mit toller kämpferischer und läuferischer Einstellung nichts zu. Und kaum waren die Füchse wieder komplett, schlugen sie wieder zu. Nach mehreren direkten Pässen hatte Granz freie Schussbahn von der Blauen Linie. Dalgic im Gästetor musste prallen lassen, Breitkreuz reagierte am schnellsten und versenkte den Puck zum 5:0 (23.). Das war wohl die endgültige Entscheidung, jedenfalls ließen die Gäste die Gäste jetzt ihre Köpfe hängen. Dazu kam, dass der Puck einfach nicht ins Füchse-Tor wollte. In einer Überzahl hatten die Gäste eine Riesenchance. Blomqvist hatte den schon liegenden Füchse-Torwart Mac Carruth vor sich, schob ihm den Puck aber in die Fanghand. Und dann gelang den Füchsen erneut ein Konter. Kerbashian spielte mit einem Doppelpass mit der Bande seinen Gegenspieler aus, hatte frei Bahn und spielte dann vor das Tor, wo Murphy den Schläger reinhielt und den Puck zum 6:0 abfälschte (27.).

Danach nahm das Tempo des Spiels deutlich ab, auf beiden Seiten glaubte wohl noch jemand daran, dass das Spiel noch kippen könnte. Gleichzeitig nahm die Giftigkeit im Spiel zu, es gab Fouls und Sticheleien. Die jeweiligen Strafen bzw. Überzahlspiele brachten nichts ein. Und die Füchse blieben insgesamt konzentriert, achteten darauf, die Gäste nicht durch Leichtsinnsfehler doch wieder ins Spiel kommen zu lassen.

Das Schlussdrittel blieb dementsprechend unspektakulär. Der wieder starke Jordan George, der im Mitteldrittel einen Kniecheck einstecken musste, lief nicht mehr auf. Interessant blieb, ob die Füchse ihrem Torwart Mac Carruth einen Shoot-out bescheren würden. Das gelang nicht. Nach einem Konter der Gäste hatte Lewis frei Schussbahn und traf zum 6:1 (50.). Der enttäuschte Mac Carruth (angeschlagen?) machte daraufhin für Backup-Goalie Zoschke Platz. Die Füchse erhöhten in den letzten zehn Minuten noch einmal das Tempo. Die Fans feierten ihre Mannschaft mit Dynamo-Wechselgesängen und schauten eher Richtung andere Stadien.

Statistik

Lausitzer Füchse – ESV Kaufbeuren 6:1 (4:0, 2:0, 0:1)

Tore:
1:0 Clarke Breitkreuz 2:47 (Assist: George)
2:0 Jordan George 13:20 (Ross)
3:0 Daniel Schwamberger 15:51 (Reichel)
4:0 Brad Ross 18:36 (Überzahl, Farmer, Andres)
5:0 Clarke Breitkreuz 22:59 (Granz, George)
6:0 Darcy Murphy 26:53 (Kerbashian, Karrer)
6:1 Jere Laaksonen 48:56 (Wörle)

Lausitzer Füchse
Tor: Carruth
Abwehr: Keussen, Granz – Mik, Karrer – Kania, Pozivil– Rentsch
Sturm: George, Breitkreuz, Ross – Murphy, Kerbashian, Andres – Farmer, Rentsch, Dietz – Boiarchinov, Reichel, Schwamberger

Kaufbeuren
Tor: Sharipov (18:36), Dalgic (41:24)
Abwehr: Koziol, Pfaffengut – Echtler, Eichinger – Ketterer, Gschmeißner – Kittel
Sturm: Lukes, Kerälä, Blomqvist – Pokorny, Lewis, Gracel – Schmidle, Wörle, Laaksonen – Wolter, Thomas, Oppolzer

Schiedsrichter: Eugen Schmidt, Nicole Hertrich
Strafen: Füchse 10, Kaufbeuren 12
Zuschauer: 2.576