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Führungswechsel bei der AOK Plus

Der alte Vorstandschef verabschiedet sich mit dickem Überschuss, der neue will den Marktanteil weiter ausbauen.

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© Matthias Rietschel

Von Steffen Klameth

Dresden. Rainer Striebel ist neuer Vorstandsvorsitzender der AOK Plus. Der Verwaltungsrat wählte ihn gestern einstimmig zum Nachfolger von Rolf Steinbronn (64), der zum Jahreswechsel in Rente geht.

Der 51-jährige Striebel stammt aus Baden-Württemberg und kam bereits 1991 nach Sachsen. Er wirkte an der Errichtung der AOK Dresden mit und übernahm später verschiedene Funktionen in der AOK Sachsen. Seit Mitte 2011 ist er Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Plus. Striebel hat den Abschluss als Betriebswirt, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Den Posten des Vorstandsvizes übernimmt künftig Stefan Knupfer (51). Er stammt ebenfalls aus Schwaben, ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler und begann seine AOK-Laufbahn 1993 in Chemnitz.

Die Vorsitzende des Verwaltungsrates, Iris Kloppich, bezeichnete die Personalentscheidung als „Generationswechsel“. Sie würdigte die 17-jährige Amtszeit von Rolf Steinbronn. Ihm sei es wesentlich zu verdanken, dass die AOK Plus mit ihren 2,7 Millionen Versicherten in Sachsen und Thüringen „so gut dasteht wie nicht sehr viele andere gesetzliche Krankenkassen.“ Dieses Jahr werde man das fünfte Jahr in Folge mit schwarzen Zahlen abschließen, der Überschuss betrage voraussichtlich 304 Millionen Euro. Gleichzeitig seien die Ausgaben pro Versicherten um fünf Prozent auf 3.150 Euro gestiegen.

Zurzeit hat die AOK Plus in Sachsen und Thüringen einen Marktanteil von 47,5 Prozent. Der neue Vorstandschef will ihn weiter ausbauen – angesichts des Bevölkerungsschwunds ein ehrgeiziges Ziel, wie er selbst einräumte. Er kündigte einen Ausbau der Serviceangebote im Internet an, sicherte aber zugleich den Bestandsschutz aller 144 Filialen zu: „Wir sind und bleiben die Gesundheitskasse vor Ort.“