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Fünf Einrichtungen melden Krätze-Fälle

Das Gesundheitsamt des Kreises geht nicht von einen Anstieg der Erkrankungszahlen aus.

© dpa

Bautzen. Aus fünf Altenpflegeheimen und Asylunterkünften im Landkreis wurden dem Gesundheitsamt im vorigen Jahr Krätze-Erkrankungen gemeldet. Welche Einrichtungen das genau sind, will man im Landratsamt nicht sagen. „Bei den uns bekannt gewordenen Fällen konnte die Krätze immer rasch eingedämmt werden“, erklärte Kreissprecher Gernot Schweitzer. Schließungen von Einrichtungen aus hygienischen Gründen hätte es nicht geben müssen.

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Auch von einem in Sachsen generell beobachteten Anstieg der Erkrankungszahlen will man im Gesundheitsamt nicht sprechen. 2016 hatte es Meldungen aus sieben Einrichtungen – ebenfalls Altenheime und Asylunterkünfte – gegeben, in den Jahre davor seien die Fälle ebenso „an einer Hand abzuzählen“ gewesen. Allerdings ist die von Milben verursachte Infektionskrankheit nicht generell meldepflichtig, sondern nur von Gemeinschaftsunterkünften. Deswegen ist auch im Kreis Bautzen mit einer höheren Dunkelziffer zu rechnen, so der Kreissprecher. Bei der Barmer geht man sachsenweit von einem Anstieg der Fälle um mehr als die Hälfte innerhalb eines Jahres aus.

Bei den Krätze-Fällen im Kreis Bautzen waren die Krankheitserreger jeweils von außen in die Einrichtungen mitgebracht worden, beispielsweise mit neu aufgenommenen Asylsuchenden oder Pflegeheimbewohnern. In allen Fällen sei den Betroffenen schnell geholfen worden. (SZ/ju)