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Fünf Etagen mit Überraschungen

500 Gäste nutzen den Tag der offenen Tür im Kamenzer Lessinggymnasium, um sich zu informieren. Der Zuspruch war riesig.

© Rocci Klein

Von Rocci Klein

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Kamenz. Volles Haus war am späten Freitagnachmittag im Kamenzer Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium. Dann zieht normalerweise die Wochenendruhe ein. Diesmal öffneten sich die Türen für Besucher. Den ganzen Freitag schon wurde der Tag der offenen Tür fleißig vorbereitet: Klassenzimmer geschmückt, Experimente vorbereitet und aufgebaut, Präsentationen bekamen ihren letzten Schliff.

In ausgewählten Räumen konnten sich Eltern und Gäste von den pädagogischen Konzepten und den Leistungen der Schüler als Ergebnis der Bildungsarbeit im Unterricht, in den Ganztagsangeboten und Arbeitsgemeinschaften sowie in den besonderen und vielfältigen Formen der Förderung an dem Gymnasium überzeugen. Auf sechs Etagen gab es also für alle einiges zu erleben. Den Startschuss gab um 17 Uhr in der Sporthalle Schulleiter Wolfgang Rafelt.

Begleitet wurde er von zwei Schülern, die die Europahymne auf Trompeten spielten.

Als Highlight des Tages für die Gäste stellte er den aktuellen Viertklässlern und damit potenziellen Gymnasiasten bei einer Bildungsrallye durchs Gebäude das Schulhaus vor. So konnten die Kinder den riesigen Bau sowie alle Unterrichtsfächer spielerisch kennenlernen. Am Ende wurde diese Rallye sogar belohnt. Nach dem Empfang im Erdgeschoss konnte man sich sogar einen eigenen Scout aussuchen. Schüler der Klasse 5d hatten dafür eigene Pläne ausgearbeitet und führten die Gäste von Etage zu Etage. Über 100 Interessenten registrierten sich an diesem Abend am Eingang. Dann ging die Reise auch schon los. In der großen Sporthalle gab es Spaß und Spiel, im Untergeschoss eine internationale Küche. Die diesjährigen Absolventen der 12. Klasse kochten Spezialitäten aus Frankreich, Russland und Spanien.

Eine Reise um die Welt

Hinauf im Treppenhaus ging es dann durch die erste Etage. Hier präsentierten sich unter anderem die Schülerzeitung „Schulz“, der Förderverein, Kunstprojekte sowie der musikalische Bereich. Besonders in der unteren Etage, die Blutspende-Aktion und Stammzelltypisierung, welche auch diesmal wieder zahlreich angenommen wurde. Weiter ging es nach oben, wo ein riesiges Foto des Abijahrganges 2017 die Leute empfing.

In den Ganztagsangeboten konnte man sich sogar einen eigenen Trickfilm erstellen, kleine und große Papiermodelle kleben oder sich über Schüleraustauschprojekte informieren. Experimente im Chemieraum, eine Zeitreise durch die Geschichte, philosophieren mit Schülern im Ethikraum, eine Reise um die Welt im Geografieunterricht: Wie versprochen, es gab viel zu erleben.

Die über 500 Gäste schlängelten sich durch die Räume, hinauf bis in die fünfte Etage. Bevor sie aber ganz oben ankamen, erwartete sie die sogenannte Sprachetage. Russisch, Französisch, Spanisch, Englisch, Latein und natürlich Deutsch. Eine große Vielfalt an Fremdsprachen, die hier spielerisch erkundet werden konnten, sei es mit Brettspielen, Puzzle oder einer interaktiven Lerntafel. Waren die Gäste ganz oben angekommen, enthüllten Schüler Phänomene im Physikraum. Sie zeigten im Biologieraum anhand von Mikroskopen eine kleine Welt ganz groß.

Nicht zu vergessen die drei großen Aufführungen: Ein Hochzeitsfest im alten Rom, die geraubten Prinzen und eine lustige Art der Geschichte um Schneewittchen – aufgeführt von Schülern der 5. bis 7. Klassen. Der Versuch, den Tag der offenen Tür von Sonnabend auf Freitag zu legen, ist geglückt.