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Fünf Maßnahmen gegen den Advents-Stau in Dresden

Zwei Tage vor Beginn der Weihnachtsmarktsaison haben Stadtverwaltung und Verkehrsbetriebe erklärt, wie ein drohendes Verkehrschaos verhindert werden soll.

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© Sven Ellger

Mirko Jakubowsky und Andreas Weller

Dresden. Alle Jahre wieder: Während der Adventszeit müssen Verkehrsteilnehmer in Dresdens Innenstadt starke Nerven haben, weil neben den Dresdnern auf Shoppingtour viele Touristen das Zentrum stürmen. Kurz vor Beginn der Weihnachtsmarktsaison haben Stadtverwaltung und Verkehrsbetriebe erklärt, wie ein drohendes Verkehrschaos verhindert werden soll.

1. Straßen und Parkplätze gesperrt

Mehrere Straßen sind zumindest temporär nicht nutzbar. So wird an den Adventssamstagen die südliche Fahrbahn der Wilsdruffer Straße aus Sicherheitsgründen gesperrt. Jeweils von 14 bis 21 Uhr können dort keine Autos in Richtung Pirnaischer Platz fahren. Am 9. Dezember beginnt die Sperrung wegen des Stollenfestes bereits um 10 Uhr, am 24. Dezember ist zusätzlich von 10 Uhr bis 16 Uhr gesperrt. Kurioser Grund: „Insbesondere Männer merken erst dann, dass Weihnachten ist und sie ein Geschenk benötigen,“ sagt Straßenbauamtschef Reinhard Koettnitz. Trotz der Sperrungen bleiben die Fahrbahn Richtung Postplatz und die Einfahrten zur Tiefgarage frei, die Straßenbahnen können immer fahren. Auch für den Radverkehr soll es keine Einschränkungen geben. Sperrungen betreffen auch Zufahrten, deren Rückstau im Advent regelmäßig angrenzende Kreuzungen verstopft. So bleibt die Überfahrt Schulgasse zwischen Dr.-Külz-Ring und Waisenhausstraße dicht. Vom dortigen Parkplatz kommt man im Advent nur in Richtung Georgplatz. Die Bushaltestelle Reitbahnstraße wird nicht bedient. Die Parkplätze entlang der Kreuzstraße und Schulgasse stehen nicht zur Verfügung. Um Rückstaus zu vermeiden, sind Ein- und . Ausfahrten des Parkhauses Centrum-Galerie jeweils für Linksabbieger gesperrt, das heißt, das Parkhaus ist nur über die südliche Zufahrt aus Richtung Hauptbahnhof zu erreichen. Die Ausfahrt ist nur in Richtung Dippoldiswalder Platz möglich. Das alles soll den Verkehr flüssiger machen.

2. Mehr Busse und Bahnen

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) verstärken insbesondere an den Adventswochenenden ihre Linien. Generell sollen größere Fahrzeuge eingesetzt werden, zudem wird der Zehn-Minuten-Takt verlängert. So fährt die Linie 4 außer sonntags zwischen Striesen und Radebeul-Ost bis 21 Uhr alle zehn Minuten. An Samstagen kommen die Linien 3, 7, 9, 11 und 62 bis 19 Uhr ebenfalls öfter, ehe der übliche Viertelstundentakt wieder greift. Erstmals gibt es die zusätzliche Kombilinie 20/E4. Sie fährt als 20 vom P+R-Platz an der Messe zum Altmarkt, danach geht es als E4 weiter nach Striesen. Gemeinsam mit der Linie 10, die ebenfalls vom Messeparkplatz in die Innenstadt fährt, kommt man hier auf eine Taktung von gut sieben Minuten. Zumindest am Einkaufssonntag, den 10. Dezember, kommen ab 11 Uhr auch die Linien 1, 8 und 9 alle 15 Minuten - häufiger als sonst.

3. Autos sollen Zentrum meiden

Stadtsprecher Kai Schulz: „Wer in der Vorweihnachtszeit mit dem Auto in die Innenstadt kommt, ist selber Schuld.“ Dafür seien Autos auf den insgesamt zehn Park-and-Ride-Plätzen willkommen, das sind drei mehr als im Rest des Jahres. Neben dem Parkplatz an der Messe ist im Advent auch Parken am Strehlener Platz und an der Heeresbäckerei im Industriegelände möglich. Insgesamt stehen so weit über 1 000 teils kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Zum Vergleich: Innerhalb des 26er-Rings sind 17 000 Stellplätze öffentlich nutzbar. Allerdings seien davon bis zu 20 Prozent derzeit nicht nutzbar. Besonders gefragt sind nach Verwaltungsangaben die Parkhäuser am Altmarkt und der Centrum Galerie, die ab 10 Uhr bis zum späten Abend permanent restlos belegt sind.

4. Bessere Informationen

Wer sich für einen P+R-Platz entschieden hat, erfährt direkt an den Standorten, wie er mit Bus und Bahn zu den Weihnachtsmärkten im Zentrum gelangt. Die elektronischen Infotafeln der Stadt zeigen permanent die aktuelle Verkehrslage an, warnen so vor Staus und zeigen zudem an, wo es noch freie Parkplätze gibt. Besucher der Weihnachtsmärkte können sich zudem online unter www.dresden.de/striezelmarkt-anreise oder www.dvbag.de/advent über Anfahrt, Parkmöglichkeiten und die DVB-Verbindungen informieren.

5. Parkverbot für Busse am Altmarkt

Die Stadt erwartet im Advent bis zu 800 Busse täglich im Zentrum – das sind acht Mal mehr als an einem normalen Tag. Zum Aus- und Einsteigen der Fahrgäste am Striezelmarkt gibt es zusätzlich sieben gebührenfreie Bushalteplätze auf der Rathaus-Seite in der Kreuzstraße. Danach müssen die Busse auf die Parkplätze an der Ammonstraße, der Pieschener Allee oder unterhalb der Carolabrücke weiterfahren. Von dort sollen die Busse erst kurz vor ihrem Abfahrtstermin zurückkehren.