merken

Fünf Menschen an Grippe gestorben

Die Grippesaison war in diesem Jahr besonders heftig. Im Landkreis wurden dreimal so viele Fälle gemeldet wie 2017.

© dpa

Von Franz Werfel

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. In der zurückliegenden Grippe-Saison waren im Landkreis mindestens 2 300 Menschen an Influenza erkrankt. Fünf von ihnen sind an der Grippe gestorben. Das teilt das Gesundheitsamt des Landkreises auf Nachfrage mit. Die tatsächliche Zahl Erkrankter ist allerdings um ein Vielfaches höher, da Influenza-Erkrankungen auch mild verlaufen können. Nicht jeder geht zum Arzt und nicht in jedem Falle werden die Viren im Labor untersucht. Im Vorjahr waren sieben Menschen an der Grippe gestorben, es gab insgesamt aber nur 740 Infektionen. Schon die Grippesaison vor einem Jahr galt als besonders heftig.

Einkaufen und Schenken
Nur einen Klick entfernt
Nur einen Klick entfernt

Hier erhalten Sie nützliche Tipps und die aktuellsten Neuigkeiten rund ums Thema Einkaufen und Geschenke aus Ihrer Region.

Dem sächsischen Gesundheitsministerium zufolge war die Influenzawelle in diesem Jahr die stärkste seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2001. Sie dauerte bis Mitte April und war damit besonders lang. Mit Blick auf den kommenden Winter sagt Ministerin Barbara Klepsch (CDU): „Nach dieser schweren Influenzawelle ist die Impfung im Herbst bei jedem hoffentlich fest eingeplant. Besonders an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in medizinischen und pädagogischen Einrichtungen appelliere ich, sich vor der nächsten Influenzasaison impfen zu lassen.“ Drei von vier Menschen erkrankten an Influenza-B-Viren. Vor dem häufigsten Virusstamm war nur geschützt, wer sich mit dem Vierfachschutz hatte impfen lassen. In ganz Sachsen sind in dieser Saison 168 Menschen im Alter zwischen 37 und 97 Jahren nachweislich an Influenza verstorben. Rund 47 700 Influenza-Erkrankungen wurden im Freistaat gemeldet. Zum Vergleich: Im Vorjahr, mit den bis dato höchsten Werten seit 2001, waren im Freistaat 73  Menschen an der Grippe gestorben, 16 700 hatten sich infiziert.