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Dresden

Für 15 Euro mit Bus und Bahn unterwegs

Ein Bildungsticket für Dresden - das fordern die Grünen. Dafür sollen auch Autofahrer zahlen.

Ein Bildungsticket für Dresden - das wollen die Grünen umsetzen.
Ein Bildungsticket für Dresden - das wollen die Grünen umsetzen. © Christian Juppe

Was das Land bisher nicht geschafft hat, soll jetzt in Dresden allein funktionieren. Dresden braucht ein Bildungsticket, meint die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Einen Fahrschein für Bus und Bahn, der 15 Euro im Monat kostet und den alle haben sollen, die in Dresden eine Bildungseinrichtung besuchen. Damit meint die Fraktion nicht nur klassische Schulen, sondern auch Angebote, die Kinder und Jugendliche in der Freizeit nutzen, wie etwa Musikschulen. Und wer in Dresden seinen Freiwilligendienst leistet, soll das Ticket auch bekommen.

Die Idee ist nicht neu. Das Land hat bereits darüber beraten, ein Bildungsticket stand sogar im Koalitionsvertrag von CDU und SPD. Daraus geworden ist bisher allerdings nichts. Jetzt soll Dresden Nägel mit Köpfen machen, meinen die Bündnisgrünen und finden ihre Idee auch besser als das 365-Euro-Ticket, das die CDU und Die Linke zum Wahlkampfthema gemacht haben. Denn „das fördert auch Menschen, die das finanziell nicht nötig haben“, sagt Johannes Lichdi, verkehrspolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion.

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Das Dresdner Bildungsticket sollen alle Sachsen bekommen, die zur Schule gehen, ausgebildet werden oder ihren Freiwilligendienst leisten, ohne Antrag, nur mit Vorlage einer Schulbescheinigung.

Es kostet die Stadt pro Jahr voraussichtlich sechs Millionen Euro, haben sie sich von den Verkehrsbetrieben ausrechnen lassen. Drei Millionen könnten eingespart werden, wenn es das aktuelle Schülerticket dann nicht mehr gibt, dazu könnte das Land Geld beisteuern. Schließlich schlagen sie noch vor, die Parkgebühren zu erhöhen, und diese Zusatzeinnahmen dann auch fürs Bildungsticket zu nutzen.