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Bautzen

Für besseres Feiern auf dem Inselteich

Derzeit entsteht an der Insel in Radibor ein Toilettenhäuschen. Dafür hat der Verein Förderung beantragt. Provisorisch bleibt es noch am Männertag.

Stephan Dej (v.) ist nicht nur Vereinsmitglied der Inselteichgemeinschaft. Mit seinem Baubetrieb errichtet er das neue Toilettenhäuschen. Christoph Nagel und seine Tochter Claudia Steglich freuen sich auf die Fertigstellung.
Stephan Dej (v.) ist nicht nur Vereinsmitglied der Inselteichgemeinschaft. Mit seinem Baubetrieb errichtet er das neue Toilettenhäuschen. Christoph Nagel und seine Tochter Claudia Steglich freuen sich auf die Fertigstellung. © SZ/Uwe Soeder

Radibor. Bis zum Männertag schaffen sie es leider nicht, das neue Toilettenhäuschen fertigzustellen. Aber bis zum nächsten Event auf der Insel in Radibor soll alles fertig sein. Die Mitglieder der Inselteichgemeinschaft freuen sich darauf, denn dann wird es noch viel mehr Möglichkeiten geben, die Insel in der Straße Mühlhäuser in Radibor zu nutzen. Am Donnerstag schaute die Vorsitzende des Vereins, Claudia Steglich, nach dem Stand der Bauarbeiten.

Vor drei Jahren etwa haben die Vereinsmitglieder darüber nachgedacht, wie wichtig Toiletten für die Insel sind. Denn nachdem im Jahr 2003 die neue Brücke gebaut wurde und 2011 ein kleines Häuschen dazukam, wurden die Möglichkeiten größer, dort Veranstaltungen zu organisieren oder die Insel zu vermieten. Neben Himmelfahrt findet dort das Abfischen statt, außerdem seit einigen Jahren das Querfeldeinrennen des Bautzener Radsportvereins. Zudem gibt es abwechselnd Hexenfeuer, Trödelmarkt oder Theater. 

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„Aber immer mussten wir die mobilen Toilettenhäuschen organisieren, die ja auch viel Geld kosten“, sagt Claudia Steglich, die zwar jetzt mit der Familie – seit Kurzem ergänzen die Zwillinge Maike und Magda die bereits vierköpfige Familie – nicht mehr in Radibor wohnt, aber dennoch dem Ort treu bleibt. Sie ist seit einigen Jahren die Vereinsvorsitzende, so wie ihr Vater Christoph Nagel vorher. „Ich habe 1974 als Jugendlicher auf der Insel angefangen“, sagt Nagel. Und auch er kam durch seine Eltern dazu. Seine Mutter ist mittlerweile 99 Jahre und kommt immer noch gern auf die Insel. Dass es also Nachwuchsprobleme in dieser eingeschworenen Truppe geben könnte, ist kaum vorstellbar. Christoph Nagel hat dank seiner vier Kinder schon elf Enkel – Nummer zwölf kommt dieses Jahr noch.

Gemeinschaft bekommt Fördergeld

Nach mindestens einem Jahr Antragsverfahren hat die Inselteichgemeinschaft nun beim Regionalmanagement für den ländlichen Raum Förderung in Höhe von 75 Prozent der Kosten bekommen. Insgesamt kostet das Vorhaben rund 42.000 Euro, bei 32.000 Euro Förderung bleiben dennoch eine Menge Eigenmittel. „Wir haben vorige Woche die Zusage der Sparkassenstiftung über einen Zuschuss von 5.000 Euro bekommen“, freut sich Claudia Steglich. Den Rest stemmt der Verein, vor allem auch durch Eigenleistungen.

Über 20 Mitglieder hat die Inselteichgemeinschaft, viele kommen helfen. Und dadurch, dass Vereinsmitglied Stephan Dej die Arbeiten mit seiner Firma koordinieren kann, wird es einfacher. Die Inselaner haben sich nämlich gleich noch vorgenommen, die Insel und das Vereinshaus mit Wasser zu versorgen. Vom zukünftigen barrierefreien Toilettenhäuschen aus wurden schon Leitungen bis an die Brücke vergraben, der Rest folgt demnächst.

Der letzte Arbeitseinsatz der Vereinsmitglieder vor Himmelfahrt ist der Abend davor. „Da wird dann alles aufgebaut. Außerdem werden die Kartoffeln für die traditionelle Erbsensuppe geschält“, sagt Claudia Steglich. Sie verrät, dass sich auch ihr Mann Daniel schon gut in den Verein eingefügt hat. „Er wird sich jetzt vor allem um die Suppe kümmern“, sagt die junge Mutter. Auch sonst müssen die Besucher nicht hungern oder dursten.

Himmelfahrt auf der Insel Radibor – zwischen Am Kohlgraben und Mühlhäuser gelegen – von 10 bis 17 Uhr mit Kinderspielen, Martins Erbsensuppe und ab 12 Uhr musikalische Begleitung von der Band Unisäx aus Dresden

www.insel-radibor.de

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