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Dresden

Für das Blaue Wunder fehlt Geld

CDU-Landtagsabgeordneter drängt auf schnellere Lösung. Der Baubürgermeister hält die nicht für möglich.

Die Sanierung das Blauen Wunder kann nicht schneller als geplant vorangehen. Es fehlt Geld. © Archiv/Marion Doering

Die Sanierung des Blauen Wunders verzögert sich immer weiter. Bis zum Jahresende wird der elbabwärts liegende Fußweg saniert. Ursprünglich war vorgesehen, dass sich im kommenden Jahr die kombinierten Stahlbau- und Korrosionsschutzarbeiten anschließen, bei denen das Blaue Wunder auch frische Farbe bekommt. 

Doch der geplant Baustart für die Arbeiten, die fünf Jahre dauern sollen, wurde auf 2021 verschoben. Als Grund dafür führte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) an, dass die Finanzierung des 26-Millionen-Euro-Projekts noch ungeklärt ist.

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Kommen wie beim Fußweg keine Zuschüsse, müsste die Stadt alles selbst bezahlen. Den späten Baustart hatte der für Blasewitz zuständige CDU-Landtagsabgeordnete Martin Modschiedler kritisiert (die SZ berichtete). Er forderte den Baubürgermeister auf, mit dem Wirtschaftsministerium eine Lösung zu finden, damit die Sanierung der Brücke ohne größere Unterbrechung fortgesetzt werden kann.

Schmidt-Lamontain versicherte auf SZ-Nachfrage, dass er – wie schon mehrfach angekündigt – mit dem Freistaat das Gespräch suchen wolle. „Ich verbinde damit die Hoffnung, eine verbindliche Fördermittelvorschau für die nächsten Jahre zu bekommen, die wir selbst für unsere Bausteuerung brauchen“, erläuterte er.

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Für die Hauptbaumaßnahme am Blauen Wunder – Stahlbau und Korrosionsschutz – würde wie für alle anderen Bauabschnitte auch fristgerecht ein Förderantrag gestellt. Aber erst wenn der Förderbescheid vorliegt, könne die öffentliche Ausschreibung beginnen. Bei dem derzeit kalkulierten Kosten von rund 26 Millionen Euro müsse der Auftrag europaweit ausgeschrieben werden. 

„Dieses Verfahren dauert erfahrungsgemäß etwa sechs Monate“, erklärt er. Die Fördermittelbescheide des Freistaats würden üblicherweise erst im Sommer der „Förderjahres“ vorliegen. „Deshalb kann vor 2021 nicht mit einem Maßnahmebeginn gerechnet werden“, so der Baubürgermeister.

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