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Sport

Auch Europacup ist jetzt für DSC beendet

Der europäische Volleyball-Verband bricht alle Klub-Wettbewerbe ab, schnürt aber ein millionenschweres Hilfspaket. Von dem haben die Dresdnerinnen aber wenig.

Mareen von Römer, Lena Stigrot und Sarah Straube (v.l.) bejubelten Anfang März den Einzug ins Europacup-Halbfinale.
Mareen von Römer, Lena Stigrot und Sarah Straube (v.l.) bejubelten Anfang März den Einzug ins Europacup-Halbfinale. © Matthias Rietschel

Dresden. Mehr als einen Monat mussten die Volleyballerinnen des Dresdner SC auf diese Nachricht warten. Der europäische Volleyball-Verband CEV teilte nun mit, dass die Europacup-Saison 2019/20 ohne Titelträger beendet wird. 

Die Spielerinnen von Trainer Alexander Waibl hatten im dritthöchsten Wettbewerb, dem Challenge-Cup, das Halbfinale erreicht. Dort hätten sie gegen den türkischen Verein THY Istanbul im Kampf um den Finaleinzug spielen müssen. Zu den beiden Halbfinals ist es aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr gekommen. Seit Mitte März galten alle europäischen Wettbewerbe jedoch lediglich als unterbrochen. 

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Nun lässt sich zumindest erahnen, weshalb die CEV so viel Zeit verstreichen ließ. Im Zuge des Saisonabbruchs verabschiedete der Verband eine Finanzhilfe für die europäischen Vereine, nationalen Ligen und Nationalverbände - insgesamt ein Hilfspaket in Höhe von 11,5 Millionen Euro. So erhalten die im Wettbewerb verbliebenen Teams bis zu 80 Prozent des erwarteten Preisgeldes. Darüber hinaus verpflichtet sich die CEV bereits jetzt, die bisherigen Preisgeld-Höhen auch für die Europacup-Saison 2020/21 beizubehalten. 

Nächste Saison spielt der DSC wieder international

Weiterhin sollen verschiedene Regeländerungen finanzielle und organisatorische Entlastung für die Vereine in der kommenden Spielzeit bringen. „Die Entscheidung überrascht uns nicht und konnte nicht anders getroffen werden. Aus sportlicher Sicht ist es natürlich sehr schade, da sowohl wir als auch Schwerin Chancen hatten, unsere Europapokale zu gewinnen", sagte Trainer Waibl. 

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Die Summe, die der DSC erhalten wird, steht noch nicht fest. Es dürfte aber überschaubar sein. Nur in der Champions League fließen nennenswerte Siegprämien. „Die Entscheidung der CEV zum Saisonabbruch ist alternativlos. Bei all den aktuellen Herausforderungen sowie der Ungewissheit für die kommende Saison finde ich die weiteren Entscheidungen und das Hilfspaket der CEV außergewöhnlich. Denn es bietet allen eine Perspektive, die auch einige Erleichterungen in der Organisation und Finanzierung mit sich bringen", sagte DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann. 

Durch den Sieg im deutschen Pokalfinale hat sich der Dresdner SC für die nächste Saison das Startrecht für den CEV-Cup gesichert, nach der Champions League der zweithöchste Wettbewerb. 

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