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Für Richard Freitag ist die Goldmedaille "der Hammer"

Der Sachse Richard Freitag ist einer der vier deutschen Springer, die als Team das erste WM-Gold seit 18 Jahren holen. Ein Interview.

Richard Freitag  jubelt nach seinem Sprung.
Richard Freitag jubelt nach seinem Sprung. © dpa/Hendrik Schmidt

Angeführt vom Überflieger Markus Eisenbichler und dem WM-Zweiten Karl Geiger erteilten die „Fantastischen Vier“ der Konkurrenz auch als Mannschaft eine wahre Lehrstunde. Zusammen mit Richard Freitag und Stephan Leyhe siegten die deutschen Skispringer in Innsbruck überlegen vor Gastgeber Österreich und Japan.

Richard Freitag, es ist der erste WM-Titel für Sie mit der Mannschaft. Was bedeutet Ihnen diese Goldmedaille?

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Das ist genial, der Hammer. Der Titel hat eine große Bedeutung. Nach dem Megatag mit den zwei Einzelmedaillen war das Teamgold das i-Tüpfelchen. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Es ist eine Bestätigung für das Team und für das Team dahinter, die eine tolle Arbeit machen. Das fängt ja mit den Trainern im Nachwuchs an. Nicht zu vergessen die Bundeswehr, die einen auffängt, wenn es mal nicht so läuft.

Sind Sie mit Ihrem neunten Platz im Einzel zufrieden?

Der Platz ist okay. Es wäre vermessen gewesen, nach dieser schwierigen Saison viel mehr zu erwarten. Der zweite Sprung war cool. Im ersten Flugdrittel habe ich nicht so viel Geschwindigkeit verloren.

Seit dem Weltcup in Willingen läuft es wieder. Haben Sie etwas verändert?

Nein, ich habe nichts Spezielles gemacht. Ich war noch mal trainieren. Aber es gibt keinen Hauptpunkt, an dem es gelegen hat. Ich habe mir ein bisschen den Kopf freigesprungen. Dann kommt wieder Ruhe und auch der Flow rein.

Was sagen Sie zum sächsischen Doppel-Weltmeister Eric Frenzel?

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Ich hatte fast Tränen in den Augen, und als ich dann Erics Freundin Laura im Fernsehen gesehen habe, musste ich gehen.

Was ist auf der Normalschanze in Seefeld jetzt noch möglich?

Mal schauen. Erst mal muss ich die Schanze kennenlernen. Ich bin 2008 das letzte Mal dort gesprungen, und danach wurde sie umgebaut. 

Es fragte Michaela Widder.