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Fundgrube Bauda feiert Jubiläum

Andere archäologische Entdeckungen reichen bis in die Bronzezeit zurück.

Das  Bild von 1939 ist eines der ersten deutschen Luftfotos von ehemaligen Wasserburgen.
Das Bild von 1939 ist eines der ersten deutschen Luftfotos von ehemaligen Wasserburgen. © LfA/Luftwaffe

Bauda. Bauda hat in diesem Jahr sein 750-jähriges Jubiläum gefeiert. Doch Menschen lebten in dieser Gegend schon viel länger. Das belegen archäologisch wertvolle Funde, die hier zwischen 1880 und 1936 entdeckt wurden. Meist durch Zufall. 

So kam in den 1880er Jahren eine Lanzenspitze mit durchlochtem Schaft zum Vorschein. Sie stammte aus der Bronzezeit. In der Weimarer Republik stieß der Riesaer Lehrer und Heimatforscher Alfred Mirtschin nördlich von Bauda auf mehrere Brandgräber. Ähnliche Funde aus den 1950er Jahren bewiesen, dass hier von der mittleren Bronzezeit (1600 bis 1300 vor Christus) bis zur älteren vorrömischen Eisenzeit (750 bis 480 vor Christus) Menschen siedelten.

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Besondere Bedeutung wird einem Fund aus dem Jahr 1936 zuteil. Beim Pflügen kamen zahlreiche Tonscherben zum Vorschein. Als der Fund weiter untersucht wurde, stieß man auf acht Urnengefäße, vier davon mit menschlicher Asche. Diese Gefäße waren einer der wenigen Nachweise der älteren vorrömischen Eisenzeit in der Großenhainer Pflege. Eine Seltenheit. (jö)