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Manuel Neuer vom FC Bayern irritiert

Der Fußball-Nationaltorwart ärgert sich, weil Inhalte aus Vertragsgesprächen öffentlich wurden – die nicht mal stimmen.

Manuel Neuer verhandelt gerade über einen neuen Vertrag beim FC Bayern - und er ärgert sich, dass angebliche Details nach außen dringen.
Manuel Neuer verhandelt gerade über einen neuen Vertrag beim FC Bayern - und er ärgert sich, dass angebliche Details nach außen dringen. © dpa/Federico Gambarini

Von Jens Marx

München. Manuel Neuer vermisst bei seinen Vertragsverhandlungen mit dem FC Bayern München die Diskretion früherer Zeiten. Mit seinem Berater Thomas Kroth, der für den 34 Jahre alten Nationaltorwart die Gespräche mit den Verantwortlichen des deutschen Fußball-Rekordmeisters führt, äußerte sich Neuer in einem Interview der Bild am Sonntag kritisch und stellte klar, dass es ihm nicht um einen Fünfjahresvertrag geht, wie es kolportiert wird.

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„Mir ist doch völlig klar, dass es utopisch ist, den Verein auf einen Fünfjahresvertrag, wie er angeblich im Raum steht, festzunageln“, sagte Neuer. „Mit 34 Jahren kann ich ja nicht absehen, wie es mir mit 39 Jahren geht. Darum macht diese Endgültigkeit, die öffentlich suggeriert wurde, ja überhaupt keinen Sinn“, betonte Neuer – und Kroth ergänzte: „Ich kann klar sagen, dass wir in den Gesprächen, die ich mit Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn geführt habe, immer flexibel waren, was die Laufzeit betrifft.“ Die angeblichen 20 Millionen Euro Jahresgehalt seien ebenso „schlichtweg falsch“.

Er sei „irritiert“ und verärgert, dass Inhalte der Gespräche, in denen es um einen Vertrag über Juni 2021 hinaus geht, an die Öffentlichkeit gekommen sind. „Mir war immer wichtig, mit den Mitarbeitern in Führungspositionen vertrauensvoll zusammenarbeiten zu können – so loyal, wie ich mich als Spieler und Kapitän dem Verein gegenüber auch verhalte. Wenn jetzt Sachen offenbar gezielt nach außen getragen werden, ist das auch etwas, das den Bereich ‚Wertschätzung‘ betrifft.“

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Er sei bei den Gesprächen nicht dabei. „Darum kann und will ich nicht mit dem Finger auf einzelne Personen zeigen. Aber der Personenkreis dort ist ja überschaubar“, sagte Neuer auf die Frage, ob er einen Maulwurf vermute. „Da sitzen zwar nur zwei, drei Leute mit am Tisch, aber die Informationen werden innerhalb des Vereins ja auch weitergegeben“, meinte Berater Kroth. „Keine Ahnung, über welche Kanäle das nach draußen dringt.“ Es gehe nicht darum, „jemanden an die Wand zu stellen, sondern ums Grundsätzliche“. (dpa)

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