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Sport

Eine klare Angelegenheit im Berliner Derby

Hertha BSC revanchiert sich in der Fußball-Bundesliga für die knappe Hinrunden-Niederlage beim 1. FC Union, setzt seinen Aufwärtstrend fort und jubelt auch korrekt.

Der Endstand ist dieses Mal eine deutliche Sache.
Der Endstand ist dieses Mal eine deutliche Sache. © dpa/Stuart Franklin

Berlin. Diesmal jubelte Vedad Ibisevic vorbildlich. Mit seinem zweiten Tor im zweiten Spiel unter Trainer Bruno Labbadia hat er Hertha BSC zum hochverdienten 4:0 (0:0) im Berliner Derby gegen den 1. FC Union geführt. Nur eine Minute nach seinem Führungstor leitete der Angreifer am Freitagabend im praktisch leeren Olympiastadion auch den Treffer von Dodi Lukebakio (52.) ein und hatte dadurch maßgeblichen Anteil an der gelungenen Wiedergutmachung für das 0:1 gegen den Stadtrivalen im November im Stadion An der Alten Försterei.


Matheus Cunha (61.) und Dedryck Boyata (77.) sorgten für den Endstand beim höchsten Derby-Sieg der Hertha und dem ersten im heimischen Olympiastadion. Bei allen Treffern hielten die Profis im Gegensatz zum 3:0 in Hoffenheim auch den gebotenen Corona-Abstand beim Torjubel ein. Ibisevic machte darauf per Handzeichen extra aufmerksam.

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint
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Hertha setzte mit dem zweiten klaren Erfolg den Aufwärtstrend unter Labbadia fort und schob sich zum Auftakt des 27. Spieltags der Fußball-Bundesliga mit 34 Punkten auf Platz zehn vor. Union muss bei 30 Zählern den Blick zu den Abstiegsplätzen richten.

Ohne Kulisse fehlt lange die Klasse


Bevor sich die Mannschaften zur an diesem Spieltag in allen Stadien abgehaltenen Schweigeminute für die Opfer der Coronavirus-Pandemie aufstellten, erklang in der Betonschüssel die Hertha-Hymne "Nur nach Hause" von Schlager-Barde Frank Zander. Die Aufnahme hakte diesmal allerdings bedenklich. Das Knattern und Krächzen aus den Lautsprechern war Sinnbild für eine Anfangsphase mit fußballerischen Hindernissen.

"Energie" müsse seine Mannschaft ins Spiel bringen, hatte Labbadia vor dem Anpfiff gefordert. Der Wille dazu war durchaus erkennbar. Aber wie von ihm prognostiziert, praktizierte Union zunächst auch im Derby die den Köpenickern eigene robuste Abwehrhaltung mit wenig Spielraum für den Kontrahenten - später aber nicht mehr.

Der nach seiner Sperre als einzige Startelf-Variante zurückgekehrte Vladimir Darida versuchte, in der Hertha-Zentrale die nötigen Impulse nach vorn zu setzen. Vieles blieb zunächst Stückwerk. So lief Lukebakio (20.) unbedrängt mit dem Ball ins Seitenaus.

Ex-Dynamo Andrich schießt Freistoß knapp übers Tor


Kurz zuvor war der Belgier bei einer der wenigen viel versprechenden Aktionen mit einem Flachschuss an Union-Torwart Rafal Gikiewicz gescheitert. Der Pole stand auch bei einem feinen Hackentrick von Matheus Cunha (27.) nach der sehenswertesten Hertha-Kombination über Ibisevic und Lukebakio richtig. Die einzige gefährliche Toraktion der Eisernen war ein Freistoß von Ex-Dynamo Robert Andrich (44.) kurz vor der Halbzeitpause knapp über das Tor.

Nach dem Seitenwechsel reichten der Hertha zehn Minuten großer Schwung, um dem Rivalen die Grenzen aufzuzeigen. Ibisevic köpfte nach Flanke von Marvin Plattenhardt unbedrängt ein. Sekunden später schickte er Lukebakio frei zum Tor. Cunha hatte seinen Treffer mit einem feinen Dribbling eingeleitet. Boyata sorgte für den Schlusspunkt. Im Hinspiel hatte er noch den letztlich entscheidenden Strafstoß für Union verursacht. (dpa)

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