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Leipzig ist nach Sieg in Köln wieder Dritter

RB bleibt in der Fußball-Bundesliga auf Champions-League-Kurs. Der Geschäftsführer fordert mindestens noch zehn Punkte aus den letzten fünf Spielen.

Die Torschützen Christopher Nkunku (links) und Timo Werner bejubeln den RB-Erfolg in Köln.
Die Torschützen Christopher Nkunku (links) und Timo Werner bejubeln den RB-Erfolg in Köln. © dpa/Ina Fassbender

Köln. Mit einem weiteren Erfolg gegen den ehemaligen Chef hat Trainer Julian Nagelsmann mit RB Leipzig den Champions-League-Platz nach 29 Stunden zurückerobert. Der zwischenzeitlich auf Rang fünf abgerutschte Fußball-Bundesligist gewann zum Abschluss des 29. Spieltages beim 1. FC Köln mit 4:2 (2:1) und verbesserte sich auf Platz drei. Im Hinspiel hatte Nagelsmann Kölns Trainer Markus Gisdol, unter dem er einst Assistent in Hoffenheim war, durch ein 4:1 den Einstand beim FC verdorben.

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Am Montag waren die Kölner durch das zwölfte Saisontor von Jhon Cordoba in Führung gegangen (7.). Patrik Schick (20.), Christopher Nkunku (38.), Timo Werner mit seinem 25. Saisontor (50.) und Dani Olmo (57.) drehten die Partie für RB, das nach bereits sechs Unentschieden in der Rückrunde wohl nicht mehr in den Meisterkampf eingreifen kann. Anthony Modeste hatte das zwischenzeitliche 2:3 erzielt (55.).

"Wir sind wieder auf Champions-League-Kurs und haben noch fünf Spiele. Da wollen wir mindestens einen Zweier-Schnitt holen. Jetzt müssen alle voll fokussiert sein", sagte Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff.

Köln wartet dagegen auch nach dem fünften Spiel auf den ersten Sieg in einem Geisterspiel. Der Klassenerhalt dürfte angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf Rang 16 dennoch gesichert werden. Doch der kurze Traum von Europa ist bei nun acht Zählern Rückstand auf Rang sieben wohl ausgeträumt.

"Wir haben extrem hohen Aufwand betrieben und dafür die Tore zu einfach hergegeben. Dann stehst du gegen eine gute Mannschaft am Ende natürlich mit leeren Händen da", sagte Kölns Nationalspieler Jonas Hector und fügte hinzu: "Man vermisst natürlich die Zuschauer. Gerade in diesem Kalenderjahr waren wir mit Zuschauern sehr stark. Aber es hilft nix. Sie sind nicht da. Wir müssen schauen, dass wir mal wieder Spiele gewinnen."

Die Leipziger, die im 15. Bundesliga-Spiel gegen einen Aufsteiger zum 13. Mal gewannen und nie verloren, begannen dominant und wären durch Werner fast schnell in Führung gegangen (4.). Stattdessen fiel das Gegentor, als Elvis Rexhbecaj nach schöner Einzelleistung den Innenpfosten traf und Cordoba den Abpraller ins Netz drosch.

Doch schon nach 22 Minuten war Schluss für ihn. Er musste nach einem Schlag auf das Knie gegen Modeste ausgewechselt werden. Die Kölner Offensive wurde damit weiter geschwächt, nachdem schon Mark Uth wegen muskulärer Beschwerden fehlte. Während Cordobas Behandlungspause fiel der Ausgleich durch einen Kopfball von Schick nach Flanke von Angelino, der den gesperrten Nationalspieler Marcel Halstenberg ersetzte.

Leipzig war mit scharfem Passspiel und großer Positions-Flexibilität fast durchweg dominant. Der Führungstreffer fiel allerdings in einer Phase, als die Gäste wenig Torgefahr zu erzeugen schienen. Dann spielte Konrad Laimer einen Traumpass auf Nkunku, der den Ball über Timo Horn lupfte.

Hanebüchen aus Kölner Sicht war das 1:3, als Werner nach einem Abschlag von Peter Gulacsi fast 40 Meter allein aufs Tor zulaufen konnte. Gisdol schlug schon die Hände über dem Kopf zusammen, da war Werner noch nicht mal in den Strafraum eingedrungen. Fünf Minuten später ballte Gisdol aber wieder die Faust, als Modeste mit einem Rechtsschuss aus 20 Metern für Spannung sorgte. Doch nur kurz: Nach Olmos Treffer war das Spiel endgültig gelaufen.

Schon vier Minuten später wäre wohl das fünfte Tor fällig gewesen, hätte Schiedsrichter Christian Dingert RB nicht einen klaren Vorteil weggepfiffen. Nagelsmann sprang am Spielfeldrand fassungslos hin und her und rief nachvollziehbar: "Ist das schlecht, Mann!" Beinahe hätte Dingert auch noch einen falschen Elfmeter für Köln gepfiffen (73.). Nach Ansicht der Video-Bilder korrigierte er sich aber. (dpa)

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