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Leipzigs Werner gibt Bayern einen Korb

Der Nationalspieler will lieber ins Ausland wechseln als zum deutschen Rekordmeister. Angeblich hat er bereits ein Angebot vom FC Liverpool.

Timo Werner hat selbst mit einem Interview wieder die Diskussion um seine Zukunft bei RB Leipzig angeheizt - nach München mag er aber wohl nicht gehen.
Timo Werner hat selbst mit einem Interview wieder die Diskussion um seine Zukunft bei RB Leipzig angeheizt - nach München mag er aber wohl nicht gehen. ©  dpa/Jan Woitas

Leipzig. Eine derartige Abfuhr haben die Bosse von Bayern München selten zuvor in aller Öffentlichkeit erhalten. Freundlich, aber bestimmt beendete Timo Werner alle Spekulationen um einen Wechsel von RB Leipzig zum deutschen Fußball-Rekordmeister – fachte aber die Diskussionen um seine Zukunft erneut an. Diese dürfte im Ausland liegen, genauer gesagt beim FC Liverpool. Angeblich soll es für den Nationalspieler bereits ein Vertragsangebot geben.

„Bayern ist ein toller Verein, da brauchen wir nicht drüber zu reden. Und Hansi Flick hat diese Saison bewiesen, dass er ein richtig guter Cheftrainer ist“, sagte Werner der Bild-Zeitung. „Aber falls ein Wechsel irgendwann einmal ein Thema werden sollte, würde mich eher der Schritt ins Ausland reizen als ein Wechsel zu Bayern. Die Herausforderung in einer anderen Liga würde ihn noch etwas mehr reizen.

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Vertragsangebot von Liverpool für fünf Jahre?

Dass der von Jürgen Klopp trainierte Champions-League-Sieger Werners bevorzugtes Ziel ist, ist ein offenes Geheimnis. Ende Februar geriet der 24-Jährige nahezu ins Schwärmen, als er auf die Reds angesprochen wurde. „Ich weiß, dass Liverpool im Moment das beste Team in der Welt ist und wenn man mit dem Team in Verbindung gebracht wird, macht einen das stolz“, hatte Werner gesagt. Nun soll der Angreifer bereits ein Vertragsangebot über fünf Jahre mit einem Gehalt von zehn Millionen Euro pro Saison vorliegen haben.

Das berichtete der italienische Transfermarkt-Spezialist Nicolo Schira. Das Salär liegt angeblich nicht exorbitant über dem, was derzeit auf Werners Leipziger Gehaltszettel stehen soll. Doch monetäre Gründe dürften ohnehin nicht den Ausschlag geben. Vielmehr ist die Chance auf Titel in Liverpool noch größer als in Leipzig.

Ausstiegsklausel bei etwa 60 Millionen Euro

Bis Mitte Juni müsste der LFC die Ausstiegsklausel von etwa 60 Millionen Euro bedienen – oder in offene Verhandlungen mit RB treten. So winkt Leipzig ein satter Transfergewinn, denn Werner war 2016 für 14 Millionen Euro aus Stuttgart gekommen. Der Frage, ob er über diesen Sommer hinaus bleibe, wich Werner aus. „Ich weiß extrem zu schätzen, was ich an RB Leipzig habe und würde deswegen niemals sagen: ,Ich muss hier unbedingt weg!‘“

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Sicher ist offenbar nur, dass die Bayern Werner nachhaltig vergrault haben. Erst zierten sie sich, den Stürmer im vergangenen Sommer ein Jahr vor Vertragsende für eine vergleichsweise geringe Ablöse zu verpflichten. Dann reagierten die Münchner auf Werners Vertragsverlängerung in Leipzig bis 2023 mit öffentlichen Zweifeln an dessen Qualität. Das hat der sensible Schwabe nicht vergessen. „Und natürlich spielt es dann auch eine Rolle, dass die gegenseitige Wertschätzung maximal da sein müsste“, betonte Werner. „Was damals die Beweggründe des FC Bayern waren, kann ich nicht beantworten.“ (dpa)

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