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Lewandowski glänzt mit Blitz-Viererpack

Der Pole trifft beim 6:0 der Bayern so schnell wie kein anderer in der Champions League. Derweil macht Bayer Leverkusen die Europa League klar und hofft auf mehr.

Bayerns Robert Lewandowski bejubelt sein viertes Tor.
Bayerns Robert Lewandowski bejubelt sein viertes Tor. © dpa/Sven Hoppe

Belgrad/Moskau. Bayern München steuert dank Robert Lewandowski in der Champions League auf Rekordkurs. Bayer Leverkusen spielt auch 2020 europäisch. Während die Bayern beim 6:0 (1:0) bei Roter Stern Belgrad nach dem schnellsten Viererpack aller Zeiten durch den Polen auch ihr fünftes Spiel gewannen und als erster deutscher Klub mit sechs Erfolgen durch die Gruppenphase kommen können, hat Leverkusen nach dem 2:0 (1:0) bei Lokomotive Moskau mindestens das Ticket für die Europa League sicher.

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Lewandowski benötigte in Belgrad 14:31 Minuten für seine Fußball-Gala. Bei seinen Toren (53./Handelfmeter, 61., 64., 68.) weckte er Erinnerungen an seinen legendären Bundesliga-Fünferpack binnen neun Minuten gegen den VfL Wolfsburg.

Auch diesmal waren fünf Treffer drin, doch Trainer Hansi Flick nahm ihn vorzeitig vom Platz (77.). Für den 31-Jährigen waren es die Saisontore Nummer sieben bis zehn in der kontinentalen Königsklasse, in der er jetzt insgesamt stolze 63-mal getroffen hat.

Nationalspieler Leon Goretzka (14.) kühlte den vermeintlichen Hexenkessel "Marakana" mit seinem Führungstreffer früh ab. Lewandowski ließ die ansonsten so heißblütigen Serben endgültig verstummen - und Trainer Flick über den vierten Sieg im vierten Spiel ohne Gegentreffer jubeln. Corentin Tolisso (89.) setzte den Schlusspunkt.

Als Staffel-Erster gehen die Bayern bei der Auslosung der ersten K.-o.-Runde am 16. Dezember voraussichtlich anderen Spitzenvereinen wie Titelverteidiger FC Liverpool, Manchester City oder Paris Saint-Germain aus dem Weg. Und: Mit einem weiteren Dreier im Gruppenfinale am 11. Dezember gegen Tottenham Hotspur könnten sie als erste deutsche Mannschaft die Bestmarke von sechs Vorrundentriumphen knacken.

Die Werkself profitiert erneut von einem Eigentor

Zuvor hatte Leverkusen bei minus acht Grad Celsius im Eisschrank von Moskau hochverdient den zweiten Erfolg eingespielt und ist dadurch nicht mehr von Platz drei zu verdrängen. Sogar der Sprung auf Platz zwei und somit der Einzug ins Achtelfinale sind noch möglich. "Super, dass wir im Europacup überwintern. Das war unser Minimalziel. Wir haben ein überragendes Spiel gemacht", sagte Torhüter Lukas Hradecky.

Im 100. Champions-League-Spiel Bayers sorgte ein Eigentor von Moskaus Rifat Schemaletdinow (11.) für die Führung. Drei von fünf Leverkusener Treffern in dieser Saison wurden dadurch vom Gegner erzielt. Sven Bender (54.) markierte mit einem herrlichen Volleyschuss das wichtige 2:0 für höchst engagierte Gäste. Das erste Duell hatte das Tabellenschlusslicht Lok (drei Punkte) mit 2:1 gewonnen.

Die Bayer-Führung nach einer Ecke fiel reichlich überraschend nach einem grotesken Missverständnis der Lok-Verteidiger. Bayer drängte im zweiten Durchgang gleich weiter auf den nächsten Treffer und wurde durch Bender belohnt. Nach einem feinen Lupfer von Charles Aranguiz traf der ehemalige Nationalspieler unhaltbar für den 13-fachen russischen Nationaltorwart Guilherme, einen eingebürgerten Brasilianer. (sid)