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7 Fakten vor dem Champions-League-Finale

Der FC Bayern trifft am Sonntagabend auf Paris Saint-Germain – und in einem Punkt liegen die Münchner schon vorher klar vorn.

Der begehrteste Henkelpott der Welt. Wer holt ihn am Sonntagabend?
Der begehrteste Henkelpott der Welt. Wer holt ihn am Sonntagabend? © Michael Regan/Getty Images via UEFA/dpa

Von Thomas Häberlein und Chris Lugert

Lissabon. Auf dieses Endspiel blickt Europa. Bayern München gegen Paris Saint-Germain könnte wegen des Auflaufs der Fußballstars ein Spektakel werden, auch wenn der äußere Rahmen ohne Fans im Estádio da Luz in Lissabon am Sonntagabend coronabedingt trist sein wird. Welche Duelle wichtig sind – auf und abseits des Platzes:

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Deutsch gegen Deutsch: Eines haben die Trainer Hansi Flick und Thomas Tuchel gemeinsam. Beiden ist es gelungen, eine homogene Mannschaft zu formen. Flick hat das innerhalb von wenigen Wochen nach seiner Amtsübernahme am 3. November geschafft – ausgewiesen durch zwei grandiose Serien: 20 Pflichtsiege nacheinander, seit 29 Spielen ohne Niederlage mit nur einem Remis. Tuchel hat das Kunststück vollbracht, grandiose Einzelkönner wie die Weltstars Neymar und Kylian Mbappé zu mannschaftsdienlichem Verhalten zu bewegen. Tuchel und Flick stehen erstmals im Champions-League-Endspiel – als deutsche Trainer Nummer fünf und sechs nach Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes, Klaus Toppmöller und Jürgen Klopp.

Deutsch und Französisch: Klarer Sieg für die Bayern: Bei Paris Saint-Germain sind neben Trainer Thomas Tuchel nur zwei deutsche Spieler beschäftigt: Thilo Kehrer und Julian Draxler. Der FC Bayern hat fünf Franzosen unter Vertrag: Kingsley Coman, Michael Cuisance, Lucas Hernandez, Benjamin Pavard und Corentin Tolisso. Zudem ist Tanguy Nianzou bereits verpflichtet.

Lewandowski gegen Ronaldo: Cristiano Ronaldo spielt nicht mehr mit, aber irgendwie doch. Der Portugiese hat in der Saison 2013/2014 mit 17 Toren in der Champions League einen Rekord aufgestellt – in 13 Spielen. Lewandowski steht bei 15 Treffern – in zehn Spielen. Nie wäre ein neuer Rekord so wertvoll, zumal sich Lewandowskis Chancen bei der Wahl zum Weltfußballer damit noch mal verbessern würden.

Kimmich gegen Neymar: Joshua Kimmich hat zuletzt auf der Position des Rechtsverteidigers gespielt. Dort wäre er im Finale auch Gegenspieler von Neymar. Allerdings könnte Benjamin Pavard zurückkehren und Kimmich dadurch auf die Sechs rücken – was diesen nicht weniger wichtig macht beim Versuch, den stets rochierenden Neymar zu stoppen. Im defensiven Mittelfeld stünde Kimmich im Zentrum aller Abwehrmaßnahmen.

Davies oder Mbappé: Alphonso Davies ist sehr schnell: Mit 36,51 km/h wurde der sprintstarke junge Kanadier bereits „geblitzt“. Im Endspiel trifft er allerdings auf einen, der noch schneller sein kann: Kylian Mbappe, schon mit 38 km/h gemessen. Übrigens: Usain Bolt lief 2009 bei der WM in Berlin mit einem Schnitt von 37,58 km/h zum Weltrekord über 100 m (9,58 Sekunden). Sein Top-Speed dabei: 44,72 km/h.

Davies und seine Freundin: Zu wem Jordyn Huitema am Sonntag wohl hält? Die 19 Jahre alte Fußball-Nationalspielerin aus Kanada ist Angreiferin bei Vizemeister Paris Saint-Germain. Sie hat in dieser Saison bei vier Einsätzen in der Champions League vier Treffer erzielt. Und sie ist die Freundin von Alphonso Davies. Die beiden kennen sich, seit sie 16 Jahre alt sind. Ein Angebot des FC Bayern musste Huitema ablehnen – sie hatte schon PSG zugesagt und dort seit 2019 einen Vierjahresvertrag.

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Katar gegen Katar: Bei der Fluggesellschaft Qatar Airways ist die Vorfreude auf das Finale besonders groß. Die Welt werde „zum Stillstand“ kommen, wenn „unsere beiden Partner“ um den Henkelpott spielen, jubelte das Staatsunternehmen aus dem Emirat am Persischen Golf. Zugleich betitelte es das Finale als „Qlassico“. Qatar Airways ist Ärmelsponsor der Bayern, die deshalb im Winter stets ins Trainingslager nach Doha in Katar fliegen. PSG dagegen ist komplett im Besitz von Katar, weshalb die Bayern gern darauf verweisen, dass sie die Vollfinanzierung des Klubs durch das Emirat unfair finden. Qatar Airways sponsort übrigens auch noch die AS Rom und die Boca Juniors aus Buenos Aires. (sid)

TV-Tipp: Das ZDF überträgt am Sonntag ab 20.15 Uhr live aus Lissabon. Anpfiff zum Finale ist 21 Uhr.

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