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Sport

Sachsens Fußball-Chef fordert Zuschauer

Er wolle ein bisschen Druck machen, sagt Hermann Winkler. Warum sich der Präsident des sächsischen Verbandes Fans in den Stadien wieder gut vorstellen kann.

Sachsens Fußball-Präsident Hermann Winkler (r.) - hier mit Trainer Nico Knaubel vom FC Eilenburg - will sich für Zuschauer in den Stadien stark machen.
Sachsens Fußball-Präsident Hermann Winkler (r.) - hier mit Trainer Nico Knaubel vom FC Eilenburg - will sich für Zuschauer in den Stadien stark machen. © PICTURE POINT

Leipzig. Präsident Hermann Winkler vom Sächsischen Fußball-Verband spricht sich trotz wieder steigender Zahlen von Corona-Infizierten in Deutschland für eine schrittweise Rückkehr von Zuschauern in die Stadien aus. "Wir sprechen doch nicht von rappelvollen Stadien. Wir sprechen von 50 Prozent Auslastung, da kann ich durchaus Plätze freilassen, personalisiertes Ticketing mal überprüfen oder Drehkreuze erweitern, um die Ein- und Auslässe zu koordinieren", sagte Winkler dem Radiosender PSR.

Der SFV-Präsident betonte, dass die Vereine auf die Zuschauer-Einnahmen angewiesen sind. Mit entsprechenden Hygienekonzepten könne er sich eine stufenweise Rückkehr von Fans in die Arenen gut vorstellen. "Ich möchte ein bisschen Druck machen, dass wir wieder zu halb vollen Stadien kommen", erklärte Winkler. 

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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte auf eine Teil-Rückkehr der Fans in die Stadien schon zum Saisonstart der Bundesliga und der 2. Bundesliga am 18. bis 21. September gehofft und ein Konzept dafür erarbeitet. Die Gesundheitsminister der Länder hatten gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein Zuschauer-Comeback allerdings vorerst bis zum 31. Oktober ausgeschlossen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Lockerungen der Corona-Auflagen für den Fußball bereits ausgeschlossen, möglicherweise wird das Thema bei einer Konferenz der Ministerpräsidenten in dieser Woche erneut diskutiert.

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In den unteren Ligen wird teilweise bereits unter strengen Auflagen eine begrenzte Zahl an Zuschauern zugelassen. So durften am Samstag beim Finale im Sachsenpokal zwischen dem FC Eilenburg und dem Chemnitzer FC (1:2) nach behördlicher Genehmigung 1.000 Fans im Ilburg-Stadion dabei sein, wobei der Sicherheitsabstand an manchen Stellen augenscheinlich nicht immer eingehalten wurde. (dpa, sid)

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