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Dynamos Sportchef kritisiert St. Pauli

Ralf Becker ärgert sich über ausbleibende Fairness, Gerechtigkeit und Solidarität im Profifußball. Besonders enttäuscht zeigt er sich von seinem ehemaligen Klub.

Ralf Becker ist sauer auf seinen ehemaligen Verein.
Ralf Becker ist sauer auf seinen ehemaligen Verein. © dpa/Axel Heimken

Berlin. Dynamo Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Becker hat die fehlende Solidarität im Profifußball beklagt und seinen ehemaligen Verein FC St. Pauli scharf kritisiert. Er habe angesichts der Corona-Pandemie auf mehr Gerechtigkeit gehofft und "dann relativ schnell erfahren, dass das leider nicht so ist", sagte er dem Fernsehsender Sky. "Das war ein bisschen schade. Ich hätte es mir auch anders gewünscht, aber so war einfach die grundsätzliche Stimmung." Becker arbeit seit Anfang Juli als Sportgeschäftsführer des in die 3. Liga abgestiegenen Klubs.

Enttäuscht zeigte er sich vom FC St. Pauli. Der Zweitligist habe "einen Tag, nachdem wir feststellen mussten, dass der Abstieg unausweichlich ist", ein Positionspapier veröffentlicht, in dem es auch um Gerechtigkeit und Fairness gehe. "Ja, das war dann für mich ein bisschen komisch, und ehrlicherweise kann ich das dann auch nicht so verstehen, weil St. Pauli gerade der Verein ist, der irgendwo als das gute Gewissen des deutschen Fußballs dasteht und dann direkt mit dem nächsten Thema kommt, fand ich schade, das so festzustellen." Der einstige Spieler des FC St. Pauli bezeichnete das als "Schlag ins Gesicht".

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