merken

Fußball-Legende kommt ins Osterzgebirge

Ede Geyer kann auch Kultur und hat ein Buch geschrieben. Der Lugsteinhof präsentiert „Einwürfe“ und noch mehr.

© Robert Michael

Zinnwald. Eduard Geyer hat die Fußball-Fans jahrzehntelang berauscht. Was haben sie mit ihm gefiebert, als er selbst noch auf dem Rasen stand und dem Leder hinterjagte. Was haben sie mit seinen Mannschaften mit gelitten, als er die Trainerbank drückte und vom Spielfeldrand seine Jungs dirigierte. Was haben sie über seine Entscheidungen diskutiert! Ede Geyer ist einer, der sagt, was er denkt – bis heute. Ostdeutschlands berühmtester Fußballtrainer hat sein bewegtes Leben nun in Gesprächen mit dem Sportjournalisten Gunnar Meinhardt aufgeschrieben.

„Einwürfe“ heißt das Buch, das gerade erst erschienen und auch im SZ-Treffpunkt Dippoldiswalde zu haben ist. Darin äußert sich der inzwischen 70-Jährige über Fußball, die Welt und das Leben querbeet: nachdenklich, wie man ihn kennt, kritisch, wie man ihn kennt, und locker, wie man ihn auch kennt. Wer ihn einmal selbst erleben möchte, ganz persönlich und hautnah, sollte sich den 22. April vormerken. Dann kommt der Mann, der mit Dynamo Dresden in der DDR-Oberliga zweimal Meister geworden ist, ins Osterzgebirge. Im Talk mit Kai Suttner spricht er darüber, was ihn bewegte und antrieb, welche Spiele für ihn einen besonderen Stellenwert hatten, wie die Wende seine Karriere beeinflusste und wo er mal abschaltet und seine Akkus wieder auflädt.

StadtApotheken Dresden
Die Stadt Apotheken Dresden sind für Sie da
Die Stadt Apotheken Dresden sind für Sie da

Die Stadt Apotheken Dresden unterstützen Sie bei einer gesunden Lebensweise und stehen Ihnen sowohl mit präventiven als auch mit therapeutischen Maßnahmen, Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zur Seite.

Planung der Veranstaltungen immer quartalsweise

Der Lugsteinhof in Zinnwald konnte Eduard Geyer für eine Veranstaltung in diesem Frühjahr gewinnen. Das Hotel hatte schon manche Sportlegende wie Heinz-Florian Oertel und Täve Schur zu Gast. Nun wird Eduard Geyer in der Reihe „Kultur auf dem Kamm“ erwartet, die auch in diesem Jahr fortgesetzt wird. Mit einer Neuerung – die Veranstaltungen werden künftig quartalsweise geplant, um aktueller reagieren zu können, erläutert Geschäftsführer Jochen Löbel. „Die Verträge bis Mai 2016 sind unter Dach und Fach“, sagt er, „und wir freuen uns auf interessante Veranstaltungen.“ Der Fokus liegt im ersten Quartal auf Buchvorstellungen. Dazu werden auch immer die Autoren erwartet. Noch in dieser Woche werden Rikarda und Günter Groß aus Dippoldiswalde in den Lugsteinhof kommen. Am Freitag stellen sie ihr Buch „Georgenfeld und Gottgetreu. Zwei Exulantensiedlungen auf dem Osterzgebirgskamm“, das erst Ende vergangenen Jahres erschienen ist, mit einer umfangreichen Fotodokumentation vor. „Wir haben bereits eine große Anzahl Bücher an unsere Gäste und Einwohner von Zinnwald-Georgenfeld verkauft“, sagt Jochen Löbel.

Im Mai wird Hans-Jörg Schmidt, der auch für die Sächsische Zeitung schreibt, sein Buch „Tschechien – Eine Nachbarschaftskunde für Deutsche“ präsentieren. Für Löbel längst Zeit, das Thema mal wieder etwas näher zu bringen. Denn immerhin wohnt ein Drittel der Lugsteinhof-Mitarbeiter inzwischen im Nachbarland, in Teplice, Dubi, Krupka… Auch ein Reisebericht wird in der ersten Staffel von „Kultur auf dem Kamm“ nicht fehlen. Schon der Titel „Ein Planet – zwei Welten“ verrät, es geht diesmal um Extreme. Geschildert werden Reiseeindrücke aus dem Westen der USA im Jahre 2014 und ein Jahr später aus dem Norden von Korea. (SZ/ks/ass)

Rikarda und Günter Groß, 5. Februar, Eintritt: 2,50 Euro; Reisebericht, 11. März, Eintritt: 2,50 Euro; Eduard Geyer, 22. April, Karten im Vorverkauf 9,90 Euro, an der Abendkasse 17,50 Euro; Hans-Jörg Schmidt, 20. Mai, Eintritt: 2,50 Euro; Beginn jeweils 20 Uhr