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Schalke büßt für Affenlaute

Nach dem Rassismus-Vorfall im Pokalspiel gegen einen Hertha-Profi muss der Fußball-Bundesligist 50.000 Euro Strafe zahlen. Die Beweise sind eindeutig.

Berlins Jordan Torunarigha läuft mit einem weißen oder schwarzen Strich im Gesicht auf und setzt damit ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit.
Berlins Jordan Torunarigha läuft mit einem weißen oder schwarzen Strich im Gesicht auf und setzt damit ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. © dpa/Andreas Gora

Frankfurt/Main. Der FC Schalke 04 ist wegen des Rassismus-Vorfalls beim Pokalspiel gegen Hertha BSC mit einer Geldstrafe von 50.000 Euro belegt worden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ahndete die Beleidigungen von Hertha-Profi Jordan Torunarigha durch Schalker Fans, die während der Partie am 4. Februar Affenlaute gerufen hatten. Der DFB-Kontrollausschuss drohte den Gelsenkirchenern im Wiederholungsfall mit weitergehenden Sanktionen.

Dem Kontrollausschuss und Sportgericht lagen keine Ton- oder Videoaufnahmen vor, die die Äußerungen belegten - ein Problem, das es schon bei ähnlichen Verfahren in anderen europäischen Ländern gab. Dennoch war die Beweiskette im Einzelrichter-Verfahren offenbar eindeutig. Die Aussagen des Opfers und seiner Mitspieler seien glaubwürdig gewesen. Auch soll Schalke die Vorwürfe nicht bestritten und inzwischen auch den Zuschauerblock ausfindig gemacht haben, aus dem die Rufe kamen.

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Der Fußball-Bundesligist entschuldigte sich öffentlich für den Vorfall und kündigte eine lückenlose Aufklärung an. Auch die Polizei nahm Ermittlungen auf. Der 22-jährige Profi stellte eine Strafanzeige gegen unbekannt.

Schalke kann bis zu 16.000 Euro für konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung verwenden, was dem DFB bis 30. September nachzuweisen wäre. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt. Es ist damit rechtskräftig. (dpa)