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Was Dynamos Ex vorm Wiedersehen sagt

Uwe Neuhaus steht mit Arminia Bielefeld vor dem Aufstieg in die Bundesliga, aber sein Trainer-Kollege will den mit den Schwarz-Gelben noch hinauszögern.

Wiedersehen mit Maske: Der frühere Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus steht mit Arminia Bielefeld vor dem Aufstieg in die Bundesliga.
Wiedersehen mit Maske: Der frühere Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus steht mit Arminia Bielefeld vor dem Aufstieg in die Bundesliga. © dpa-POOL

Dresden. Ausgerechnet - möchte man sagen. Uwe Neuhaus hat Dynamo vor vier Jahren zurück in die zweite Liga geführt. Nun steht er als Trainer mit Arminia Bielefeld vor dem Aufstieg in die Bundesliga - und könnte mit einem Sieg am Montagabend den Hoffnungen der Dresdner auf den Klassenverbleib einen herben Dämpfer verpassen. Eine besondere Situation sei das für ihn nicht, meint Neuhaus im Interview mit Sport 1.

Er hatte Dynamo 2015 übernommen und in der ersten Saison  souverän den Aufstieg geschafft. Im ersten Zweitliga-Jahr weckte Platz fünf hohe Erwartungen, die sich im zweiten trotz des Klassenerhalts nicht erfüllten. Im Sommer 2018 hatte der Verein nicht das Vertrauen, mit dem Trainer weiterzuarbeiten.

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"Ich habe ja nichts gegen Dynamo Dresden", betont Neuhaus jetzt. "Es ist schade, dass sich damals die Wege getrennt haben. Aber so ist das eben." Den Aufstieg wolle er mit der Arminia "so schnell wie möglich eintüten, ohne dabei unruhig zu werden.  Gegen wen wir es letztlich schaffen, das ist mir egal", erklärt der 60-Jährige.

Seinem Trainer-Kollegen Markus Kauczinski verständlicherweise nicht. "Sollte es dazu kommen, dass Arminia Bielefeld aufsteigt, dann freue ich mich - aber natürlich nicht jetzt gegen uns", meint Dynamos Chefcoach. Das Beispiel Bielefeld zeige, "dass man mit Kontinuität, mit guter Arbeit und Geschlossenheit im Verein etwas erreichen kann und nicht immer das meiste Geld gewinnt."

"Ihre Arbeit, die Ruhe, die Kontinuität"

Mit Neuhaus habe er außer den Begegnungen auf den verschiedenen Stationen keine Schnittpunkte, kenne aber seinen Assistenten Peter Nemeth gut. "Ich schätze beide sehr: ihre Arbeit, die Ruhe, die Kontinuität. Wenn jemand über einen so langen Zeitraum im Geschäft ist, immer wieder diese Energie, diese Leidenschaft, diese Ausdauer aufbringt, davor kann man nur den Hut ziehen", sagt Kauczinski. "Ich freue mich auch für Uwe als gestandenen, älteren Trainer, wenn sein Traum in Erfüllung geht - am besten aber nicht morgen."

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Für die Partie am Montagabend, 20.30 Uhr, stehen bis auf Dzenis Burnic (Sprunggelenk), Justin Löwe (Schulter) und Godsway Donyoh alle Spieler zur Verfügung. Donyoh steigert nach muskulären Problemen gerade die Belastung, könnte im nächsten Spiel am Donnerstagabend in Kiel zumindest für einen Kurzeinsatz bereit sein.

Montagabend schon wieder Spiel - diesmal in Bielefeld.  Alles, was jetzt bei Dynamo wichtig ist - kompakt jeden Donnerstagabend im Newsletter SCHWARZ-GELB. Jetzt hier kostenlos anmelden.

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