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Aue punktet nach dem Unfall-Schock

Die Erzgebirger holen am Freitagabend ein Unentschieden beim 1. FC Nürnberg und zeigen sich vom Verkehrsunfall auf der Anreise nach Franken kaum beeindruckt.

Aues Dimitrij Nazarov (2. v .l.) bejubelt sein Führungstor mit Florian Krüger (r.).
Aues Dimitrij Nazarov (2. v .l.) bejubelt sein Führungstor mit Florian Krüger (r.). © dpa/Matthias Hengst

Aue/Hartenstein. Ausgerechnet Ex-Dynamo Sören Gonther hat mit einem Eigentor dafür gesorgt, dass der 1. FC Nürnberg gegen Aue einen Punkt gewinnt. Die Erzgebirger waren durch Dimitri Nazarov in Führung gegangen. Den größten Schreck erlebten sie jedoch schon bei der Hinfahrt, als Teile eines verunglückten Pkw die Schreiben des Mannschaftsbusses durchschlugen. „Es war wie im Film: Das Auto kam auf uns zugeflogen und setzte nur kurz vor uns auf“, schilderte Trainer Dirk Schuster am Freitag die bedrohliche Situation dem Nachrichtenportal t-online.de.: „Die Teile schossen in unseren Bus und brachten Scheiben zum Einsturz. Ich saß vorn und hatte Scherben an mir.“

Der Auer Mannschaftsbus war am Donnerstagabend an der Auffahrt zur Autobahn 72 bei Hartenstein von herumfliegenden Fahrzeugteilen eines verunglückten Pkw getroffen und im vorderen Bereich beschädigt worden. „Gott sei Dank konnte unser Busfahrer noch so schnell bremsen und somit weitaus Schlimmeres verhindern“, erklärte Schuster. An Bord sollen sich 15 Spieler, Trainer und Betreuer befunden haben.

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Dirk Schuster saß vorn im Mannschaftsbus. „Die Teile schossen in unseren Bus und brachten Scheiben zum Einsturz. Ich saß vorn und hatte Scherben an mir“, berichtet der Cheftrainer von Erzgebirge Aue.
Dirk Schuster saß vorn im Mannschaftsbus. „Die Teile schossen in unseren Bus und brachten Scheiben zum Einsturz. Ich saß vorn und hatte Scherben an mir“, berichtet der Cheftrainer von Erzgebirge Aue. ©  dpa/Robert Michael

Nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz erlitten der Pkw-Fahrer und die Beifahrerin schwere Verletzungen. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 42.000 Euro. Die Spieler und das Betreuerteam des FC Erzgebirge blieben unverletzt und setzten in Kleinbussen die Fahrt nach Franken fort.

Eine Verlegung des Spiels in Nürnberg stand für die Erzgebirger nicht zur Diskussion. „Die Spieler waren im ersten Moment natürlich geschockt. Wir treten aber wie geplant an“, hatte Geschäftsführer Michael Voigt gesagt. Die Mannschaft fahre nach der Partie wieder in Kleinbussen zurück nach Aue. Der Mannschaftbus befinde sich auf dem Weg in eine Werkstatt, fürs nächste Auswärtsspiel in Heidenheim werde ein Ersatz organisiert. (dpa)

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