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Fußfesselträger lässt Prozess platzen

Der Prozess gegen einen Freitaler Sexualstraftäter soll nun am 14. Juni beginnen.

© Symbolfoto: dpa

Freital. Ein verurteilter Sexualstraftäter aus Freital hat seinen Prozess am Amtsgericht Dippoldiswalde platzen lassen. Dort sollte sich der 42-Jährige wegen Verstoßes gegen Weisungen während der Führungsaufsicht verantworten. Der Mann hatte wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs von Kindern in Dresden eine siebeneinhalbjährige Haftstrafe absitzen müssen. Seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis muss er allerdings eine elektronische Fußfessel tragen. Der Straftäter selbst ist verpflichtet, den Akku des Geräts regelmäßig aufzuladen.

Genau das soll der Freitaler aber nicht getan haben. Gleich zweimal hatte er deshalb im vergangenen September Besuch von der Polizei bekommen. Die Beamten waren in deutlich weniger als einer Stunde, nachdem das Signal der Fußfessel verstummt war, bei dem Freitaler aufgetaucht. Einmal trafen sie ihn an, das andere Mal öffnete er seine Wohnungstür aber nicht.

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Ob es sich beide Male um ein Versehen handelte, ist unklar. Wie die SZ erfuhr, soll der Deutsche zuvor schon 16-mal verpasst haben, den Akku seiner elektronischen Fußfessel aufzuladen. Zu einer Anklage gegen den 42-Jährigen am Amtsgericht Dippoldiswalde kam es indes noch nicht. Der Beschuldigte hatte sich laut Gericht „sehr kurzfristig entschieden“, einen Anwalt zu nehmen. Der Prozess wurde so vertagt und soll nun am 14. Juni beginnen. (skl)