merken

Fußwege erst in ferner Zukunft

Bis in Reichstädt gebaut werden kann, wird es noch eine Weile dauern. Die Gründe sind vielfältig.

© Symbolbild/André Wirsig

Reichstädt. Mit einem Gehweg entlang der Hauptstraße können die Reichstädter in den nächsten Jahren nicht rechnen. Das legte Holger Wohsmann, der Niederlassungsleiter des Landesamts für Straßenbau und Verkehr in Meißen, dar. Das hat mehrere Ursachen. Erstens müsste die öffentliche Hand die Flächen für einen Fußweg von den Straßenanliegern kaufen. Das stößt oft auf Schwierigkeiten. Denn nicht jeder verzichtet gerne auf ein Stück Vorgarten und manche haben auch Bedenken, dass Räum- und Streupflichten auf die Anlieger zukommen. Wenn jemand nicht verkaufen will, müsste eine Enteignung kommen. Doch das ist ein schwieriges Verfahren, das mehrere Jahre dauern kann, sagte Wohsmann.

Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.

Hinsehen, Zuhören, Lösungen finden - gemeinsam. Sachsen besser machen!

Zweitens müsste für einen Gehweg die komplette Straße neu geplant werden. Eine solide Fahrbahnerneuerung, wie sie derzeit in Reichstädt läuft, reicht dafür nicht. Denn wer einen Gehweg baut, trägt auch die Verantwortung, dass die Fußgänger gut gesehen werden und dass sie am Ende des Fußwegs eine sichere Möglichkeit haben weiterzugehen. Eine solche Neuplanung dauert mehrere Jahre. Wohsmann ließ keinen Zweifel: An der Hauptstraße in Reichstädt ist wenn, dann erst in ferner Zukunft mit einem Gehweg zu rechnen. (SZ/fh)