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Gab es einen Komplizen?

Nino K. soll Ende September den Anschlag auf eine Dresdner Moschee und das Kongresszentrum verübt haben. Anscheinend hatte er Hilfe. Jetzt ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft gegen einen weiteren Verdächtigen.

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© dpa

Dresden. Die Ermittlungen zu den Sprengstoffanschlägen vor dem Einheitstag in Dresden haben zu einem zweiten Tatverdächtigen geführt. In dem Fall werde weiter ermittelt, sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Samstag auf Anfrage. Details nannte er nicht. Nach Informationen von „Tag24“, der Online-Ausgabe der „Dresdner Morgenpost“, ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft gegen den Mann wegen Beihilfe. Der Haftbefehl sei jedoch ausgesetzt worden.

Der Brandanschlag auf die Fatih Camii Moschee

Eine Frau verlässt die Fatih Camii Moschee durch den zerstörten Eingang.
Eine Frau verlässt die Fatih Camii Moschee durch den zerstörten Eingang.
Der zehnjährige Ibrahim Ismail Turan, Sohn des Imam, sagte nach dem Anschlag: „Die haben uns angegriffen, weil sie uns hassen, weil wir Muslime sind.“
Der zehnjährige Ibrahim Ismail Turan, Sohn des Imam, sagte nach dem Anschlag: „Die haben uns angegriffen, weil sie uns hassen, weil wir Muslime sind.“
Die zerstörte Eingangstür der Moschee.
Die zerstörte Eingangstür der Moschee.
Polizisten sichern den Tatort an der Moschee.
Polizisten sichern den Tatort an der Moschee.
Anschlag auf Moschee in Dresden COtta am 27.9.2016 Foto: Tobias Wolf  Foto:  /  /
Anschlag auf Moschee in Dresden COtta am 27.9.2016 Foto: Tobias Wolf Foto: / /
Ein Polizeifahrzeug steht vor der Fatih Camii Moschee.
Ein Polizeifahrzeug steht vor der Fatih Camii Moschee.
Das Fahndungsfoto der Polizei zeigt den mutmaßlichen Moschee-Bomber.
Das Fahndungsfoto der Polizei zeigt den mutmaßlichen Moschee-Bomber.
Absperrband sichert den Tatort einer Explosion auf der Freiterrasse des Congress Center Dresden. Laut Polizei soll der mutmaßliche Moschee-Bomber auch für den Anschlag verantwortlich sein.
Absperrband sichert den Tatort einer Explosion auf der Freiterrasse des Congress Center Dresden. Laut Polizei soll der mutmaßliche Moschee-Bomber auch für den Anschlag verantwortlich sein.
Polizeischutz für die Bewohner der Moschee.
Polizeischutz für die Bewohner der Moschee.
Zur abendlichen Gedenkminute vor der Moschee kamen auch die SPD-Minister  Martin Duhlig und Eva-Maria Stange.
Zur abendlichen Gedenkminute vor der Moschee kamen auch die SPD-Minister Martin Duhlig und Eva-Maria Stange.
Abendliche Gedenkminute an der Moschee
Abendliche Gedenkminute an der Moschee
Der 46-jährige Imam Hamza Turan (m.) beim Gebet in der Gedenkminute
Der 46-jährige Imam Hamza Turan (m.) beim Gebet in der Gedenkminute
Zwei Monate nach dem Anschlag ist die  Fassade frisch gestrichen.  Imam Hamza Turan steht mit seinem Sohn Ibrahim Ismail.
Zwei Monate nach dem Anschlag ist die Fassade frisch gestrichen. Imam Hamza Turan steht mit seinem Sohn Ibrahim Ismail.

In der vergangenen Woche hatten die Ermittler nach einem Vergleich von DNA-Spuren bereits einen 30-Jährigen festgenommen – Nino K., der auch schon auf der Pegida-Bühne sprach. Hinweise auf Komplizen gab es bisher nicht. Die Sprengstoffanschlägen wenige Tage vor den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit galten einer Moschee und dem Kongresszentrum. Es war Sachschaden entstanden, Menschen wurden nicht verletzt. (dpa)