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Dresden

Gäste willkommen beim Tag der Architektur

Unter dem Motto „Räume prägen“ öffnen exklusive Privathäuser sowie historische Anlagen Dresdens. Seltene Einblicke sind möglich.

Auch das sogenannte Schneckenhaus am Elbhang öffnet zum Tag der Architektur seine Pforten für Besucher.
Auch das sogenannte Schneckenhaus am Elbhang öffnet zum Tag der Architektur seine Pforten für Besucher. © TSSB architekten.ingenieure

Neue und besondere Räume im Stadtgebiet entdecken – das ist beim Tag der Architektur im direkten Dialog mit Architekten und Bauherren möglich. An diesem Wochenende öffnen sich bundesweit die Türen zu verborgenen Schätzen, exklusiven Gebäuden, historischer Bausubstanz und ebenso visionären Wohnideen. Auch in Dresden. Das Motto dieses Jahres „Räume prägen“ erklärt Alf Furkert, Präsident der Architektenkammer Sachsen, genauer: „Den Raum prägen, ihm seine Kontur, sein Volumen, letztlich seine Gestalt geben, ganz gleich, ob es sich um Außen- oder Innenraum, Stadt- und Landschaftsraum handelt, ist unsere ureigenste Planungsaufgabe.“

Einprägsame Räume stehen also im Fokus. Das ist dieser Neubau in jedem Fall: Eine ungewöhnlich organische Konstruktion wächst am Dresdner Elbhang. Das Wohnkonzept in der Malerstraße, Ecke Kotzschweg ist besonders, denn das Gebäude lässt sich wie ein Schneckenhaus erschließen. Es schraubt sich Stockwerk um Stockwerk in die Höhe. Das ist nur ein Beispiel für das Wohnen von morgen. Auch die Bauherren einer modernen, eleganten Villa am Elbhang mit Wasserblick in der Josef-Herrmann Straße teilen ihre Privaträume für Momente mit Interessierten. Exklusiv Entspannen soll man in Zukunft auch in Carbon-Pavillons. Einer ist bereits auf der Bautzner Straße zu finden. Im vergangenen Jahr wurde er im Rohbauzustand gezeigt, jetzt ist die kleine Wohnlinse fertiggestellt. Im Inneren sind Sitzschalen – ebenfalls aus Carbonbeton – eingebaut. Sie sollen zum Lümmeln, Quatschen oder Ruhen einladen. Der einzigartige Pavillon wird als Infolounge für Gäste und Fachkollegen zur Verfügung stehen.

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Doch der Blick geht beim Tag der Architektur nicht nur nach vorn. Auch historische Entdeckungen können Besucher machen – zum Beispiel auf dem Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Hier befindet sich unmittelbar neben den Pillnitzer Schlossanlagen der zu Unrecht in Vergessenheit geratene Kammeyer-Garten. Die wechselvolle Geschichte der in den 20er-Jahren entstandenen und in den 50er-Jahren umgestalteten Gartenanlage steht im Zentrum einer Führung. Jahrelang wurde die Grünanlage vernachlässigt, dann mit Liebe zum Detail rekultiviert. Das Gartendenkmal ist heute ein multifunktionaler Ort für Pflanzenverwendung, Ökosystemforschung und klimarelevante Prozesse des Wasserkreislaufs.

Ebenfalls im Programm: die Direktorenvilla Hans Erlweins, die Anfang des letzten Jahrhunderts Am Messering erbaut wurde. Nun befindet sich auf 1260 Quadratmeter Fläche ein modernes Bürogebäude. Neues Leben zieht auch in die Räume der Universellen Werke Dresden ein, wo perspektivisch Platz für neue Technologien ist. Das historische Bauensemble wurde modernisiert und denkmalgerecht saniert. Der Blick durch Dresdner Schlüssellöcher wie diese ist am 29. und 30. Juni möglich.

Eine ausführliche Übersicht über das komplette Programm zum Tag der Architektur sowie Termine für Führungen gibt es im Internet online unter www.tag-der-architektur.de/programm/

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