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„Jetzt bin ich Ruderer“

Der Rudernachwuchs legt in Dresden-Cotta wieder los – trotz geringer Körpergröße.

Was Elrond Kullmann an Körpergröße fehlt, macht er mit seiner Kraft wett.
Was Elrond Kullmann an Körpergröße fehlt, macht er mit seiner Kraft wett. © Foto: Martin Skurt

Eigentlich ist er mit seinen 1,83 Meter eher zu klein für den Sport. „Zwei Meter wären ideal – für eine größere Hebelwirkung“, so Elrond Kullmann. „Allerdings habe ich einen langen Oberkörper, damit kann ich meine fehlende Körpergröße ausgleichen.“ Und natürlich mit purer Kraft. Denn entscheidend sei die Länge, die er das Boot im Wasser bewegen kann.

Sein Erfolg gibt ihm recht. Erst vergangenes Jahr gewann er eine Goldmedaille bei der U19-WM in Tokio – gemeinsam mit dem deutschen Doppelvierer. „Das war eine besondere Erfahrung, also auf der Olympiastrecke von 2020 zu rudern. Das hat mich gereizt“, sagt der 18-jährige Elrond Kulmman.

Mittlerweile ist er schon acht Jahre dabei im Dresdner Ruder-Club 1902 e. V. Dieses Jahr nimmt er an der U23-WM in Bled, Slowenien, teil. „Ich hoffe, dass ich zusammen mit Franz Werner im Doppervierer fahre – das hängt jedoch von meinem Erfolg bei der diesjährigen Qualifikation ab.“ Sein Kollege Franz Werner gewann schon zweimal Silber im Doppelvierer: zur U19-EM 2018 und zur U23-WM 2019.

Wenn Elrond Kullmann nicht rudert, spielt er gern Klavier. „Fast sieben Jahre hatte ich Unterricht“, erzählt er. „Allerdings beansprucht mich der Sport sehr, sodass ich kaum Zeit für mein Hobby finde.“ Seinen aktuellen Erfolg hat er sicherlich auch seinen Eltern zu verdanken. Denn sie haben ihn zum Rudern gebracht, zumindest fast. „Meinen Eltern war es wichtig, dass ich Sport treibe. Deswegen wollten sie mich erst zu den Kanuten hier in Dresden schicken. Das gefiel mir aber nicht. Jetzt bin ich Ruderer“, freut sich Elrond Kullmann.

Der gebürtige Dresdner ist schon viel herumgekommen. Nach einer kurzen Station in Stuttgart lebte er für drei Jahre in den USA mit seiner Familie. Seine Schwester Leonie Kullmann ist wiederum erfolgreiche Schwimmerin und nahm schon an der Olympiade in Rio de Janeiro teil – mit 16 Jahren.

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